SVP-Initiative verliert weiter an Zustimmung

14. November 2018 12:34

Zürich - Rund zwei Wochen vor der Abstimmung am 25. November zeichnet sich eine deutliche Ablehnung der Selbstbestimmungsinitiative der SVP ab. Auch die Hornkuh-Initiative verliert Anhänger. Lediglich das Gesetz für die Überwachung von Versicherten trifft auf breite Zustimmung.

„In der Debatte um die Bundesverfassung und das Völkerrecht gewinnen die Gegner die Oberhand“, schreibt Tamedia in einer Mitteilung zur dritten und letzten Umfrage der Mediengruppe zur Abstimmung am 25. November. Ihr zufolge ist die Zustimmung zur SVP-Initiative im Vergleich zur zweiten Umfrage um 4 Prozentpunkte gesunken. Derzeit wollen noch 40 Prozent sicher oder eher ein Ja in die Urne legen. Das Lager der Gegner legte dagegen um 5 Prozentpunkte auf 58 sichere oder tendenzielle Neinstimmen zu.

Die Reihen der Gegner wurden dabei vor allem aus der Basis von FDP und CVP verstärkt. Hier legten die Neinstimmen gegenüber der zweiten Umfrage um jeweils circa 10 Prozentpunkte auf 69 Prozent bei der FDP und 78 Prozent bei der CVP zu. Zudem macht Tamedia einen Röstigraben beim Abstimmungsverhalten aus. Den schwersten Stand habe die Initiative der SVP in der Westschweiz, wird in der Mitteilung erläutert. Hier wollen 62 Prozent der Stimmberechtigten sicher oder eher mit Nein stimmen. In der Deutschschweiz vereint das Lager der Gegner dagegen 55 Prozent. Im Tessin wollen nur 40 Prozent sicher oder eher mit Nein stimmen.

Bei der Hornkuh-Initiative zeichnet sich kurz vor Abstimmung nun auch ein Nein-Trend ab. Hier wollen nur noch 45 Prozent sicher oder eher ein Ja in die Urne legen. Das Lager der Gegner von Bundesbeiträgen für Kühe und Ziegen mit Hörnern legte im Vergleich zur zweiten Umfrage hingegen um 10 Prozentpunkte auf 52 Prozent zu.

Das Gesetz zur Überwachung von Versicherten kann sich dagegen weiterhin auf eine breite Zustimmung stützen. Mit 67 Prozent Befürwortern und 32 Prozent Gegnern haben sich die Werte dabei über alle drei Umfragen nicht wesentlich verändert. hs

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