SVP-Initiative gefährdet Investitionspläne

Vertreter der Schweizer Exportwirtschaft haben 18 Frachtcontainer auf dem Bundesplatz in Bern aufgestellt. Damit wollen sie ein Zeichen gegen die Selbstbestimmungsinitiative setzen, über die am 25. November abgestimmt wird. Diese könnte dazu führen, dass bestehende internationale Abkommen gekündigt werden.

Monika Rühl, Direktorin des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse, betonte beim Anlass, dass die Schweiz trotz ihrer geographischen Grösse eine G-20-Wirtschaftsmacht sei. Dies habe sie vor allem den 600 internationalen Abkommen zu verdanken, welche Märkte öffnen, Patente schützen und Transporte vereinfachen. „Die 97.000 Schweizer Exportunternehmen konnten sich bis jetzt darauf verlassen, dass diese Verträge auch in Zukunft gelten. Nun stimmen wir über eine Initiative ab, die diese Sicherheit infrage stellt“, betonte Rühl laut einer Mitteilung von economiesuisse.

Zu den am Bundesplatz vertretenen Exportunternehmen gehörte auch der Werkzeughersteller Fraisa AG aus Bellach SO. „In den nächsten zwei Jahren wollen wir in Solothurn 20 Millionen Franken investieren und 30 neue Stellen schaffen. Dafür brauchen wir Planungssicherheit. Mit Annahme der Initiative wäre diese nicht mehr sichergestellt“, wird Fraisa-CEO Josef Maushart von economieusisse zitiert. Auch für die Textilindustrie seien die Wirtschaftsabkommen unverzichtbar, betonte Silvan Wildhaber, CEO des St.Galler Textilherstellers Filtex AG. ssp