Studierende nehmen mit Solarboot an Rennen in Monaco teil

31. Mai 2021 11:09

Lausanne - Studierende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne nehmen mit einem selbstentwickelten Solarboot an der Monaco Solar & Energy Boat Challenge teil. Es ist das erste Mal, dass ein Team mit einem polynesisch inspirierten Tragflügelboot an dem Wettbewerb teilnimmt.

Studierende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) testen bei der diesjährigen Monaco Solar & Energy Boat Challenge vom 6. bis 10. Juli einen selbstgebauten Solarboot-Prototypen. Insgesamt 60 Studierende aus verschiedenen Disziplinen haben das Swiss Solar Boat zusammen mit lokalen Unternehmen zwei Jahre lang entwickelt, heisst es in einer Medienmitteilung.

Das sieben Meter lange Boot ist angelehnt an eine Prau, ein asymmetrisches polynesisches Mehrrumpf-Kanu mit einseitigem Ausleger. Mit Hilfe der Erfahrung ihrer Vorgänger haben die Projektteilnehmenden die gesamte Energiekette von den Solarmodulen bis zur Batterie von Grund auf neu entwickelt. Das Boot ist laut Medienmitteilung nicht nur aussergewöhnlich, weil es sonnenbetrieben ist. Es verfügt zudem über ein komplexes Ausleger-Design, fährt bis zu 30 Knoten schnell und hat einen Piloten an Board.

Bei der Entwicklung haben verschiedene lokale Unternehmen geholfen, darunter Decision SA. Die Firma hat bereits grosse Rennteams wie das preisgekrönte Alinghi-Yacht-Team dabei unterstützt, Boote zu bauen. Das Unternehmen liess die Studierenden seine Workshops und Ausrüstung nutzen. North Thin Ply Technology stellte Carbonfaser, das Boottransportunternehmen CGN seinen Standort am See und einen Kran zu Verfügung. Ausserdem arbeitete das Team mit dem PV-Lab der EPFL und dem Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM in Neuenburg zusammen, um Solarmodule herzustellen.

„Berücksichtigt man den gesamten Zeitaufwand, die von uns geborgten Produktionsstätten, die gegründeten Joint Ventures und die verwendeten Materialien, würden die Gesamtkosten 1 Million Franken überschreiten“, wird Projektkoordinator Robin Amacher in der Medienmitteilung zitiert. ko

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