Streit um Sika-Übernahme ist beendet

11. Mai 2018 11:44

Baar ZG - Der Streit um den Verkauf von Sika-Aktien an Saint-Gobain ist beigelegt. Der französische Industriekonzern wird Minderheitsaktionär bei Sika. Ein Teil der von Saint-Gobain erworbenen Aktien der Burkhard-Familie wird von Sika aufgekauft.

„Sika, die Familie Burkhard und Saint-Gobain haben im Interesse aller involvierten Parteien und ihrer jeweiligen Aktionäre und Stakeholder Verträge zur Beendigung und Beilegung ihrer Streitigkeiten unterzeichnet“, heisst es in der entsprechenden Mitteilung von Sika. Ihr zufolge hat der französische Industriekonzern den Anteil der Burkhard-Familie am Zuger Baustoffkonzern für 3,22 Milliarden Franken übernommen. In Folge reichte Saint-Gobain  6,97 Prozent der Sika-Aktien für 2,08 Milliarden Franken an Sika weiter. Im Besitz des französischen Industriekonzerns verbleiben danach 10,75 Prozent der Anteile des Zuger Baustoffkonzerns. 

„Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung von Sika begrüssen den positiven Ausgang, welcher ein neues Kapitel unserer Erfolgsgeschichte einläutet und eine sofortige Gewinnverdichtung für unsere Aktionäre bringt“, werden Sika-Verwaltungsratspräsident Paul Hälg und Sika-CEO Paul Schuler in der Mitteilung zitiert. Auf einer für den 11. Juni anberaumten ausserordentlichen Generalversammlung soll die Aktienstruktur bei Sika auf Einheitsaktien mit einem Stimmrecht pro Aktie umgestellt und die Opting-out-Klausel abgeschafft werden. Damit behalte Saint-Gobain „eine Minderheitsbeteiligung an einem grossartigen Unternehmen“, sagt Pierre André de Chalendar, Verwaltungsratspräsident und CEO von Saint-Gobain, in der Mitteilung.  

Die ebenfalls an Sika beteiligte Ethos nimmt die Einigung „mit grosser Genugtuung zur Kenntniss“, schreibt die Stiftung in einem Kommentar. Zudem unterstützt Ethos die von Sika geplante Gleichstellung der Aktionäre. hs

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