Straumann hält an Standort Basel fest

20. Februar 2017 13:27

Basel - Straumann-CEO Marco Gadola bedauert das Scheitern der Steuerreform. Die Firma werde aber trotzdem nicht auf die Bremse treten. Gadola zeigt sich zuversichtlich, was die Findung einer neuen Lösung angeht und versichert, dass Straumann auch bei höheren Steuern in Basel bleiben würde.

Der Basler Zahnimplantathersteller Straumann hat in der vergangenen Woche das beste Ergebnis seit acht Jahren präsentiert. Auch in der Schweiz wurden 2016 neue Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt sind nun 10 Prozent mehr Mitarbeitende in der Schweiz tätig als noch vor einem Jahr. Straumann-CEO Marco Gadola bedauert in einem Interview mit dem SRF, dass die Unternehmenssteuerreform III von der Bevölkerung nicht angenommen wurde. Seiner Meinung nach hätte sich auch sein Unternehmen noch mehr für die Unternehmenssteuerreform III einsetzen können. Während der Abstimmungsdebatte wurde oft gedroht, dass Firmen bei einem Nein zur Reform aus der Schweiz wegziehen würden. Drohungen seien jedoch nie die richtige Herangehensweise, meint Gadola. Er merkt auch an, dass Straumann nicht die Schweiz verlassen werde, wenn das Unternehmen 3,4 oder 5 Prozent mehr Steuern bezahlen muss.

Nun gelte es rasch eine neue Lösung zu finden, sagt Gadola im Interview. Hierbei sei er optimistisch. „Wir sind pragmatisch unterwegs in der Schweiz. Wir haben immer vernünftige Lösungen gefunden, an denen alle Interessengruppen Rechnung tragen.“ Wichtig sei es, in der Übergangsphase Klarheit zu schaffen, wie es nun weitergeht. Die Unsicherheit bereite nämlich auch Straumann Sorgen. Bis eine neue Lösung gefunden wird, werde Straumann jedoch nicht aufhören zu investieren. „Für uns heisst das nicht, dass wir jetzt auf der Bremse stehen“, so Gadola. ssp

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