Strategischer Umbau beeinflusst Ergebnis von Georg Fischer

26. Februar 2020 13:00

Schaffhausen - Auftragseingänge, Umsätze und Gewinne von Georg Fischer sind 2019 hinter die Werte aus 2018 zurückgefallen. Dies hing zum einen mit dem Umbau des Industriekonzerns im Bereich Automobilindustrie zusammen. Zum anderen führten geopolitische Unsicherheiten zum Rückgang der Nachfrage.

Einer Mitteilung von Georg Fischer (GF) zufolge hat der Schaffhauser Industriekonzern im Geschäftsjahr 2019 Aufträge in Gesamthöhe von 3,692 Milliarden Franken verbuchen können. Im Geschäftsjahr 2018 hatte der entsprechende Wert 4,521 Milliarden Franken betragen. Die Umsätze von GF gingen im Jahresvergleich um 18,6 Prozent auf 3,72 Milliarden Franken zurück. Diese Entwicklung sei „vor allem auf den proaktiven Rückzug von GF Casting Solutions aus dem europäischen Automobil-Eisenguss sowie auf negative Währungseffekte von CHF 88 Mio. zurückzuführen“, erläutert der Konzern in der Mitteilung. Der organische Umsatzrückgang wird dort auf 4,1 Prozent beziffert. Dabei seien die Umsätze von GF Piping Systems im Jahresvergleich um 1,3 Prozent gestiegen, schreibt GF. Die beiden anderen Divisionen, GF Casting Solutions und GF Machining Solutions, fielen 2019 hingegen um 9,7 beziehungsweise 7,5 Prozent hinter den Vorjahreswert zurück.

Als Betriebsergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten weisst GF im Berichtsjahr 281 Millionen Franken aus, gegenüber 382 Millionen Franken im Jahr zuvor. Die EBIT-Marge vor Einmaleffekten ging von 8,4 Prozent auf 7,6 Prozent zurück. Der Reingewinn sank innert Jahresfrist von 281 Millionen auf 173 Millionen Franken ab. Die Kapitalrendite (ROIC) fiel gegenüber 2018 um 10 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent.

Im laufenden Jahr will sich GF weiter „auf die Umsetzung der strategischen Stossrichtungen und die Beschleunigung der strategischen Transformation bei GF Casting Solutions fokussieren“, erläutert der Konzern in der Mitteilung weiter. Verbunden mit einem „Agilitätsprogramm“ für die Fokusthemen „Innovation, Geschwindigkeit und operative Exzellenz“ sollen die eingeleiteten Strukturmassnahmen „GF wieder in den strategischen Zielkorridor“ einer EBIT-Marge von 9 bis 10 Prozent und einer Kapitalrendite von 20 bis 24 Prozent zurückbringen. hs

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