Stimmung kippt gegen Zersiedelungsinitiative

30. Januar 2019 12:34

Zürich - Die Zersiedelungsinitiative der Jungen Grünen wird nun deutlich abgelehnt. Laut der Abstimmungsumfrage von Tamedia wollen ihr nur noch 37 Prozent der Stimmenden zustimmen, 62 Prozent lehnen sie ab.

Die Stimmung ist gekippt: Während bei der Umfrage Mitte Januar noch 52 Prozent der Befragten der Zersiedelungsinitiative der Jungen Grünen zustimmen wollten, sind es nun nur noch 37 Prozent. Entsprechend ist der Anteil der Gegner von 46 Prozent auf 62 Prozent gestiegen. Wie Tamedia in einer Mitteilung zur Umfrage schreibt, wird die Initiative nun von den Anhängern der bürgerlichen Parteien abgelehnt. Am deutlichsten wenden sich FDP-Wähler mit 81 Prozent gegen sie, gefolgt von den CVP-Wählern mit 75 Prozent. Auch die Wähler der einstigen Bauernpartei SVP lehnen die Initiative mit 66 Prozent überdurchschnittlich ab. Dagegen will mit 54 Prozent eine kleine Mehrheit der SP-Wähler der Initiative zustimmen und mit 79 Prozent eine deutliche Mehrheit der Grünen.

Die Initiative findet weder auf dem Land noch in der Stadt eine Mehrheit: Während ihr auf dem Land nur 34 Prozent zustimmen wollen, sind es in der Agglomeration 38 Prozent und in der Stadt 40 Prozent. Die meisten Gegner sehen im gültigen Raumplanungsgesetz ein wirksames Instrument gegen die Zersiedelung. 

An der Umfrage in den Medienprodukten von Tamedia haben am 24. und 25. Januar insgesamt 11.853 Personen teilgenommen. Abgestimmt wird am 10. Februar. stk

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