Stimmung in Unternehmen ist gedrückt

05. September 2019 11:09

Zürich - Die politischen und wirtschaftlichen Risiken drücken die Stimmung sowohl der grossen als auch der kleinen und mittleren Unternehmen. Das zeigt das KMU Barometer der UBS.

Die Unsicherheiten bei Unternehmen haben zugenommen. Das zeigt das KMU Barometer der UBS. Demnach sank das Barometer der Grossunternehmen zwischen April und Juli deutlich von 0,92 auf 0,47 Punkte, bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) weniger deutlich von 1,15 auf 1,07 Punkte. 

Nach Angaben der UBS liegen die Gründe dafür in der Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China, der Gefahr eines harten Brexits und der Verlangsamung der globalen Wirtschaft. 

Bei den Grossunternehmen haben sich vor allem die Indikatoren im Gross- und Detailhandel sowie in der Industrie verschlechtert. Einen stärkeren Rückgang haben die Werte aus Tourismus und Baugewerbe verhindert. Bei den KMU hat primär die Industrie zum schlechten Ergebnis beigetragen. Das Baugewerbe wirkte hingegen unterstützend auf das Barometer. In den Industriezweigen beider haben sich sämtliche Indikatoren – mit Ausnahme der Erträge der KMU – gegenüber dem Vorjahreszeitraum verschlechtert, vor allem die Bestellungseingänge. 

Im Dienstleistungssektor sei hingegen von schlechter Stimmung wenig zu spüren. So zeigte sich die Geschäftslage bei den KMU und den Grossunternehmen sogar leicht optimistischer. Baugewerbe und Detailhandel liefern ein gemischtes Bild. Bei den Grossunternehmen verschlechterte sich die Lage leicht, wohingegen sie sich bei den KMU leicht verbesserte. Bei den Architektur- und Ingenieursbüros befand sich die Geschäftslage im Juli auf sehr hohem Niveau. Im Grosshandel hat sich die Stimmung eingetrübt, doch erwartet er immerhin steigende Preise. Im Tourismus verbesserte sich die Situation für grosse Unternehmen und die KMU. Bei allen Indikatoren bewerten die Grossunternehmen die Lage jedoch durchgängig besser als die KMU. mm

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