Stimmung bei KMU hellt sich auf

04. Mai 2020 14:31

Winterthur - Inmitten der Coronavirus-Pandemie beginnt sich die Stimmung der KMU in der Deutschschweiz zu verbessern. Die finanzielle Situation wird positiver gesehen als vor einem Monat. Allerdings rechnen die meisten weiterhin mit einem Rückgang der Geschäftstätigkeit.

In ihrer Märzumfrage für das Coronaviurs-KMU-Panel hatte die School of Management and Law der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) 155 KMU aus dem Kanton Zürich über die Auswirkungen der Pandemie auf das eigene Unternehmen befragt. Damals war mehr als die Hälfte davon ausgegangen, im Verlauf des Jahres in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. In der zweiten Erhebung ist dieser Anteil auf rund einen Drittel gesunken, informiert die ZHAW in der Mitteilung zur aktuellen Umfrage. Für sie waren rund 350 KMU aus der gesamten deutschsprachigen Schweiz befragt worden.

Die Umfrage zeige zudem, dass vier von zehn der befragten Unternehmen einen vom Bund verbürgten Kredit aufgenommen habe, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Wir sehen das als Indiz dafür, dass die beabsichtigte Unterstützung bei den KMU angekommen ist“, wird  Andreas Schweizer, Dozent für Corporate Finance & Corporate Banking am Institut für Financial Management der ZHAW School of Management and Law, dort zitiert. Der Anteil der Unternehmen, die Kurzarbeit eingeführt haben, ist seit der ersten Erhebung von jedem sechsten auf mehr als die Hälfte der Unternehmen gestiegen.

Die langfristige Einschätzung der KMU habe sich hingegen „noch nicht grundsätzlich verbessert“, erklärt Schweizer. Sieben von zehn Unternehmen gehen weiterhin von einer negativen Entwicklung der eigenen Geschäftstätigkeit aus. Rund ein Drittel der KMU hat sein Geschäftsmodell zumindest teilweise oder temporär an die derzeitigen Bedingungen angepasst. Die meisten könnten dadurch aber „nur einen geringen Umsatzanteil kompensieren“, meint Schweizer. hs

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