St.Galler Firmen beteiligen sich an Anergienetz

10. August 2021 13:54

St.Gallen - Wärmenetz GSG bietet im Westen von St.Gallen Niedertemperatur-Fernwärme an. Industrie- und Gewerbebetriebe geben ihre Abwärme an umliegende Wohn-, Büro und Gewerberäume ab. Neu konnten die DGS Druckguss Systeme AG und Swiss Prime Site Immobilien als Partnerinnen gewonnen werden.

Die im Herbst 2018 gegründete energienetz GSG AG ist für Bau, Betrieb und Weiterentwicklung des wärmenetz GSG zuständig. Bei diesem Niedertemperatur-Fernwärmenetz (Anergienetz) wird die Abwärme von Industrie- und Gewerbebetrieben zur Heizung von umliegenden Wohn-, Büro- und Gewerberäumen genutzt, informiert energienetz GSG in einer Mitteilung. An dem Gemeinschaftsunternehmen sind die Städte St.Gallen und Gossau SG sowie die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG mit je 31,6 Prozent beteiligt. Die übrigen 5,2 Prozent werden von der Gemeinde Gaiserwald SG gehalten.

Im Oktober 2019 hatte energienetz GSG die Ernst Sutter AG als erste Lieferantin von Fernwärme gewinnen können. Bezogen wurde die Wärme unter anderem von den Unternehmen Schläpfer Altmetall, Steinemann Technology und City-Garage aus St.Gallen. Im entsprechenden Gebiet werden damit jährlich rund 510 Tonnen CO2-Emissionen vermieden, erläutert energienetz GSG.

Nun hat das Gemeinschaftsunternehmen die St.Galler DGS Druckguss Systeme AG und die Swiss Prime Site Immobilen AG als neue Partnerinnen gewinnen können. Entsprechende Vorverträge seien bereits unterzeichnet, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge wird die DGS Druckguss Systeme AG als zweite Abwärmelieferantin in das Netz einbezogen. Damit sollen die Versorgungssicherheit erhöht und Kapazitäten für den zukünftigen Ausbau des Netzes erschlossen werden.

Swiss Prime Site Immobilien wird das Anergienetz zum Heizen einer Reihe von Immobilien in der unternehmenseigenen Shopping Arena nutzen. Konkret werden in der Mitteilung das Fussballstadion Kybunpark sowie das Einkaufzentrum und das Einrichtungshaus IKEA genannt. Der Anschluss an das Fernwärmenetz soll bis Ende 2022 erfolgen. hs

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