St.Gallen will Wärmepumpen fördern

13. März 2020 07:35

St.Gallen - Der Kanton St.Gallen will den Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen beschleunigen. Die Regierung beantragt dafür einen Kredit von 10 Millionen Franken. Zusätzlich rechnet sie mit 20 Millionen Franken vom Bund.

Im Kanton St.Gallen kommt der Abschied von fossilen Energieträgern für Heizzwecke nur schleppend voran. Wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt, werden zwar jährlich rund 4500 Heizungen ersetzt. Aber bis zu 80 Prozent der neuen Heizungen werden erneut mit Öl oder Gas befeuert. Der Kanton will jetzt den Abschied von fossilen Heizungen beschleunigen. Die Regierung schlägt deshalb dem Kantonsrat vor, einen Kredit von 10 Millionen Franken zu sprechen. Wird dieser angenommen, dann kann mit zusätzlichen Beiträgen des Bundes in Höhe von 20 Millionen Franken gerechnet werden.

Gemäss dem Vorschlag der Regierung soll der Einbau von Luft-Wasser-Wärmepumpen in Einfamilienhäusern je mit 2800 Franken gefördert werden, der Einbau einer Wärmepumpe mit Erdsonde mit 6000 Franken. Die Förderung soll bis 2023 zur Verfügung stehen.

Der Kanton rechnet damit, dass mit den Fördergeldern 6000 fossile Heizungen ersetzt werden können. Damit sollen ab 2024 jährlich 34‘000 Tonnen CO2 eingespart werden können. Mit dem Kredit werden auch Beratungsdienstleistungen für erneuerbare Heizungen gefördert. stk

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