Steuersystem bekommt gutes Zeugnis

04. Februar 2021 12:23

Bern - Eine Expertengruppe aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft stellt dem Steuersystem allgemein ein gutes Zeugnis aus. In einigen Bereichen, unter anderem Forschung und Entwicklung oder ökologischen Lenkungsabgaben, wurde jedoch weiterer Handlungsbedarf erkannt.

Eine Expertengruppe aus Vertretern von Bund, Kantonen, Wirtschaft und Wissenschaft hat im Auftrag von Bundesrat Ueli Maurer das Steuersystem der Schweiz unter die Lupe genommen, erläutert das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) in einer Mitteilung. Die Gruppe hatte den Auftrag, „Handlungsfelder zur Stärkung des Steuerstandortes Schweiz“ herauszuarbeiten, heisst es dort weiter. Mit daraus abgeleiteten Massnahmen will das EFD die Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft optimieren und die Attraktivität der Schweiz als Investitionsstandort stärken.

In ihrem Bericht stelle die Expertengruppe dem Steuersystem des Landes „insgesamt ein gutes Zeugnis aus“, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Dessen Stärken sollten weiter gepflegt werden, empfehlen die Experten. Gleichzeitig haben sie Handlungsbedarf auf insgesamt 16 Feldern erkannt. In der Mitteilung werden dabei die Förderung von Forschung und Entwicklung, die Reduktion von „substanzzehrenden Steuern“, ein Ausbau der ökologischen Lenkungsabgaben sowie die Ausdehnung der Verlustrechnung über die heute gültigen sieben Jahre hinaus genannt.

In einigen der von den Experten aufgezeigten Felder habe der Bund bereits Gesetzgebungsverfahren eingeleitet, informiert das EFD. Als Beispiele werden in der Mitteilung unter anderem eine Reform bei der Verrechnungssteuer auf Zinsen und die Abschaffung der Emissionsabgabe auf Eigenkapital genannt. Weitere Massnahmen will das EFD aus den Empfehlungen der Expertengruppe ableiten. Sie sollen bis Ende Juni dem Bundesrat vorgeschlagen werden. hs

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