Steuererleichterungen bremsen Stellenabbau

13. Januar 2020 12:53

Bern - Steuererleichterungen haben in strukturschwachen Gebieten den Abbau von Arbeitsplätzen im Industriebereich leicht abschwächen können. Dies hat eine Studie im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft ergeben.

Im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) hat der Politikwissenschaftler Thomas Kurer „die regionalwirtschaftlichen Auswirkungen der Steuererleichterungen auf die Anzahl Vollzeitarbeitsplätze im Industriesektor von schweizerischen Gemeinden zwischen 2008 und 2016“ untersucht, informiert das SECO in einer Mitteilung. Den Ergebnissen zufolge konnten die im Rahmen der Regionalpolitik vorgenommenen Steuererleichterungen den Abbau von Arbeitsplätzen in der Industrie strukturschwacher Regionen leicht abschwächen.

Die Analyse zeige „erstmalig einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Instrument der Steuererleichterungen und einem weniger starken Rückgang der Anzahl Arbeitsplätze“ auf, schreibt das SECO. Den Erhebungen von Kurer zufolge wurden in den Gemeinden mit Steuererleichterungen „im Durchschnitt rund 30 Arbeitsplätze weniger abgebaut als in den übrigen strukturschwachen Gebieten“. Da die Anzahl der Industriearbeitsplätze in strukturschwachen Gebieten relativ klein ist, sei „diese Abschwächung des Rückgangs verhältnismässig von hoher Bedeutung“, konstatiert das SECO. hs

Mehr zu Wirtschaftspolitik

Aktuelles im Firmenwiki