Steuerbelastung zum achten Mal in Folge leicht gesunken

06. Januar 2022 14:46

Bern - Die Steuerbelastung in Kantonen und Gemeinden ist erneut leicht gesunken. Das geht aus dem Steuerausschöpfungsindex 2022 der Eidgenössischen Finanzverwaltung hervor. Die Steuerbelastung ist demnach in rund 60 Prozent der Kantone tiefer als im Vorjahr.

Die steuerliche Belastung von Kantonen und Gemeinden ist erneut gesunken. Sie nahm damit zum achten Mal in Folge ab, heisst es in einer Medienmitteilung der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV). Diese hat den Steuerausschöpfungsindex 2022 vorgestellt. Danach nahm in 16 Kantonen die steuerliche Abschöpfung ab. Über die gesamte Schweiz betrachtet nahm die Ausschöpfung mit 24,6 Prozent leicht ab. Im Vorjahr 2021 waren 24,8 Prozent errechnet worden.

Regional gibt es starke Unterschiede, die in einem Schaubild zur Medienmitteilung deutlich gemacht werden. So ging der Index im Kanton Jura am stärksten zurück. In zehn Kantonen stieg die steuerliche Belastung an, am meisten in den Kantonen Freiburg und Tessin. Die Zentralschweizer Kantone liegen nach Angaben der EFV deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Zug meldet mit 11,2 Prozent den tiefsten Wert. Auch grosse Deutschschweizer Kantone wie Zürich, Aargau und Luzern liegen unter dem Mittelwert. Am höchsten sei die steuerliche Belastung erneut in einigen Westschweizer Kantonen sowie in Basel-Stadt und Bern. Genf bleibt mit 34,2 Prozent Spitzenreiter.

Zur Berechnung heisst es in der Medienmitteilung, die EFV verwende zur Darstellung den Index der Steuerausschöpfung. Anders als bei der zur Darstellung der Abgabenbelastung oft verwendeten Fiskalquote werden die Abgaben dabei nicht dem Bruttoinlandprodukt, sondern dem Ressourcenpotenzial gemäss nationalem Finanzausgleich gegenübergestellt. Das Ressourcenpotenzial widerspiegele das wirtschaftliche Potenzial der Steuerpflichtigen und damit die Wirtschaftskraft der Kantone. gba

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