Steigende Strompreise erfreuen Energiedienst Holding 

22. Juli 2019 14:49

Laufenburg AG - Die Energiedienst Holding AG konnte trotz einiger negativer Parameter ihren Betriebsertrag im ersten Halbjahr 2019 erhöhen. Grund dafür sind die gestiegenen Grosshandelspreise für Strom.

Die Energiedienst Holding AG konnte im ersten Halbjahr 2019 ihren Betriebsertrag im Vergleich zum Vorjahr um 13 Millionen auf 483 Millionen Euro erhöhen. Der Stromabsatz war in diesem Zeitraum zwar um 3,8 Prozent gesunken. Dies konnte laut einer Mitteilung des Stromanbieters jedoch durch gestiegene Grosshandelspreise für Strom aufgefangen werden. Zudem nahmen die Einspeisungen nach dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz zu. Auch die höheren Netznutzungspreise trugen zu dem positiven Ergebnis bei. Damit lagen die Erlöse im Stromhandel um 18 Millionen Euro höher als im Vorjahr, obwohl der Absatz um 2,9 Prozent zurückgegangen war. 

Jedoch wirkten sich einige Faktoren belastend auf das Betriebsergebnis aus. So hätten die gestiegenen Grosshandelspreise das „sehr stark“ gesunkene Zinsniveau nicht kompensieren können. Dies habe die Pensionsverpflichtungen erhöht. Zudem habe die niedrigere Wasserführung des Rheins im vergangenen Hitzesommer nur eine geringere Stromproduktion erlaubt. Daher sanken der EBIT um 2 Millionen auf 14 Millionen Euro und der Adjusted EBIT um 4,1 auf 16 Millionen Euro. 

Im Geschäftsfeld Schweiz stieg der Adjusted EBIT wegen der gestiegenen Grosshandelspreise um 1,8 auf 2,3 Millionen Euro. Im Geschäftsfeld Deutschland hingegen sank er um 5,8 auf 18,4 Millionen Euro. Gründe dafür waren die geringere Wasserführung und die höheren Strombeschaffungspreise für den Vertrieb. 

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG, Jörg Reichert, zeigte sich damit „in weiten Teilen zufrieden“. So hätten die Strompreiserhöhungen vom Jahresanfang nur wenige Kündigungen nach sich gezogen. Einige Erfolge wie bei erneuerbaren Energien und Effizienzmassnahmen würden durch das niedrige Zinsniveau überlagert. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die Energiedienst-Gruppe bei durchschnittlicher Wasserführung und einer Stabilisierung des Kapitalmarkts einen EBIT von 35 bis 45 Millionen Euro. mm

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