Start-ups und Etablierte profitieren von Zusammenarbeit

26. Juni 2020 10:56

St.Gallen - Die Fachhochschule St.Gallen hat ihren KMU-Spiegel veröffentlicht. Bei der dafür durchgeführten Befragung zeigt sich, dass Start-ups und etablierte Firmen ihre jeweiligen Stärken durch eine Kooperation zum Nutzen aller Beteiligten einbringen können.

Die Fachhochschule St.Gallen (FHS St.Gallen) hat für ihren diesjährigen KMU-Spiegel die Vor- und Nachteile von Start-ups und von etablierten Firmen untersucht, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Bei einer für den KMU-Spiegel durchgeführten Befragung hätten 70 Prozent der Befragten geäussert, dass die Stärken der Start-ups darin bestehen, „Neues anzupacken, innovative Lösungen zu entwickeln und diese auf den Markt zu bringen“, wie es in der Mitteilung heisst. Die Kehrseite dieser Innovationsfähigkeit seien hingegen der „Mangel an finanziellen Ressourcen sowie eine geringere Effizienz und Profitabilität“.

Im Hinblick auf etablierte Firmen sind die Beständigkeit und die Fähigkeit, „Bestehendes effizient zu nutzen“, als wesentliche Stärken ausgemacht worden. Es würde ihnen hingegen meist nicht gelingen, „radikal neue Ideen und Vorhaben zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen“, so die FHS. „Der Fokus reifer Unternehmen liegt oft auf dem Tagesgeschäft, mit dem Profit erwirtschaftet wird, und mit welchem ein reichhaltiger Erfahrungsschatz aufgebaut werden konnte“, wird hierzu Petra Kugler vom Institut für Unternehmensführung (IFU-FHS) zitiert, Mitautorin der vom IFU-FHS angefertigten Studie.

Somit würden sie die Stärken von Start-ups einerseits und etablierten Firmen andererseits eigentlich gut ergänzen, beide können von einer Zusammenarbeit profitieren. „Beiden Unternehmenskategorien fällt es allerdings schwer, die Stärken der anderen Kategorie umzusetzen, ohne die eigene Identität zu verlieren“, sagt Mitautor und Projektleiter Rigo Tietz. Die Herausforderung sei also, diese Stärken beizubehalten und gleichzeitig vom Partner zu lernen, heisst es in der Mitteilung. In dieser Hinsicht hat das in St.Gallen ansässige Versicherungsunternehmen Helvetia bereits durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Start-ups Erfahrungen gesammelt. „Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine Zusammenarbeit für beide Seiten sehr wertvoll ist und wir uns oftmals gut ergänzen. Voraussetzung dafür ist, dass beide Seiten offen sind und voneinander lernen möchten“, heisst es hierzu in der Mitteilung von Adrian Kollegger, Leiter Nicht-Leben bei Helvetia Schweiz. jh

Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki