Start-ups brauchen bessere Rahmenbedingungen

22. Juni 2022 14:12

Bern - Der Prüfbericht des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation zeigt Möglichkeiten zur Stärkung des Start-up-Ökosystems auf: bei Leitlinien zum Umgang mit Geistigem Eigentum an Hochschulen, bei den Kosten für Patente und bei unternehmerischen Kompetenzen in der Ausbildung.

Der Wissens- und Technologietransfer aus der Forschung in das Start-up-Ökosystem birgt in mehreren Bereichen Verbesserungspotenzial. Zu diesem Schluss kommt ein Prüfbericht des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (WBF). Er war vom Bundesrat in Auftrag gegeben worden. Am 22. Juni wurde er ihm vorgelegt.

Der Bericht sollte klären, wie die Wissensnutzung aus der Forschung beschleunigt werden kann. Schliesslich trügen Start-ups wesentlich zur Innovationskraft des Landes bei, heisst es in einer Medienmitteilung des WBF. Als mögliche Ansatzpunkte führen die Autorinnen und Autoren Leitlinien für eine transparente Regelung des Geistigen Eigentums an Hochschulen ins Feld. Zudem sollten Hochschulen beim Kompetenzaufbau bezüglich Patentierung und bei der Anschubfinanzierung für Patentkosten unterstützt werden. Darüber hinaus sei es sinnvoll, an den Hochschulen auch unternehmerische Kompetenzen zu fördern.

Nun werden laut WBF die zuständigen Gremien prüfen, ob die projektgebundenen Beiträge von Bund und Kantonen nach Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz einen Rahmen dafür bieten können. Dies käme für die Jahre 2025 bis 2028 infrage.

Bereits ab 2023 hat Innosuisse neu die Möglichkeit, Innovationsprojekte von Jungunternehmen zur Vorbereitung ihres erstmaligen Markteintritts zu fördern. So sieht es die kürzlich beschlossene Revision des Bundesgesetzes über die Förderung von Forschung und Innovation vor. Auch dies trage zur Verbesserung der Standortattraktivität für Start-ups bei. mm

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