Standseilbahn setzt eigene Bremsenergie neu ein

25. September 2020 10:31

Bern - Der Bund hat seit 2013 bereits 100 Projekte unterstützt, die helfen, im öffentlichen Verkehr Energie einzusparen und den CO2-Verbrauch zu senken. Ein Vorzeigeprojekt ist die Standseilbahn Biel-Magglingen, die ihre Bremsenergie bei der nächsten Fahrt einsetzt. Das Konzept wurde mit der Hochschule Luzern umgesetzt.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) setzt sich dafür ein, dass der öffentliche Verkehr einen grösseren Beitrag zum Energiesparen und zur CO2-Reduktion leistet. In diesem Zusammenhang hat es in den vergangenen sieben Jahren bereits 100 Projekte unterstützt. Deren Kosten belaufen sich auf knapp 35 Millionen Franken. Davon wurden knapp 23 Millionen von den Transportunternehmen aufgebracht. Ziel ist es, rund 600 Gigawattstunden pro Jahr einzusparen, was etwa dem Strombedarf von 150'000 Haushalten entspricht.

Von den 100 bisher geförderten Projekten sind einer Medienmitteilung zufolge bereits 46 abgeschlossen. Als ein Vorzeigebeispiel hebt das BAV die Standseilbahn Biel-Magglingen hervor. Unter Leitung der Hochschule Luzern wurde für die Bahn ein Konzept entwickelt, bei dem bis zu 80 Prozent der Bremsenergie gespeichert und anschliessend für die nächste Fahrt zur Verfügung gestellt werden kann. Die Energie wird dabei in einer Batterie mit einer Kapazität von 67 Kilowattstunden zwischengespeichert. Diese Lösung ist den Angaben zufolge kostengünstiger, als den Strom ins Netz einzuspeisen und später wieder zu beziehen.

Ausserdem wurde auf dem Dach der Bergstation auch eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, deren jährliche Produktion auf 43'000 Kilowattstunden beziffert wird. Auch deren Energie kann in der Batterie für den Bahnbetrieb gespeichert werden. ssp

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