Standortvorteil der Zentralschweiz schrumpft

04. Dezember 2019 14:33

Zürich - Die Zentralschweizer Kantone zählen unter anderem dank ihrer tiefen Steuern zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten der Schweiz. Laut einem Credit Suisse-Bericht schrumpft ihr Steuervorteil allerdings im Zuge der Unternehmenssteuerreform. Die Konkurrenz aus anderen Kantonen erstarkt.

Die Credit Suisse hat eine Regionalstudie zu den Kantonen der Zentralschweiz veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass der Trumpf der Zentralschweizer Kantone vor dem Hintergrund der Unternehmenssteuerreform schwindet. 

Derzeit sind die der Zentralschweizer Kantone insbesondere wegen ihrer tiefen Steuern attraktiv: Nidwalden weist seit 2011 die tiefste Unternehmenssteuerbelastung aller Kantone auf. Und auch Luzern, Obwalden, Zug, Schwyz und Uri liegen weit vorne. Auch für Privatpersonen ist die Steuerbelastung in der Zentralschweiz äusserst tief. Hier liegen die Kantone Zug, Schwyz, Nidwalden, Uri und Obwalden an der Spitze. 

Mit der Reform rückt das Feld bei der Unternehmensbesteuerung allerdings zusammen, meint die Zürcher Grossbank. Insbesondere die beiden Basel und Genf dürften im Standortwettbewerb stark aufholen. Gemäss dem von den Credit Suisse-Ökonomen erstellten Ausblick auf die Standortqualität im Jahr 2025 werden die meisten Zentralschweizer Kantone an Attraktivität verlieren. ssp

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