Standortförderer trauern um Mani Sokoll

09. Oktober 2020 13:00

Bauma ZH - Mani Sokoll ist Ende September gestorben. Die Kommunikationsfachfrau war zuletzt Wirtschaftsförderin des Zürcher Oberlands und zuvor von Lenzburg-Seetal. Während Jahrzehnten war sie in Baden tätig gewesen.

Die Standortförderung Zürcher Oberland hat ihre Wirtschaftsförderin Mani Sokoll verloren. Die Kommunikationsfachfrau mit Jahrgang 1962 war seit 2019 von Bauma aus für die Region tätig gewesen. Sie hatte kaum angefangen, als die Corona-Krise ihre Arbeit wieder unterbrach. Nach dem Lockdown lancierte sie eine Videokampagne „Zäme konkret vorwärts“ mit Unternehmen aus der Region. „Ich will zeigen, wie Unternehmen ‚vorwärts‘ aus der Krise kommen, und zwar mit Optimismus“, sagte sie im Juli in einem Interview mit „RegioWirtschaft“. Sie hatte noch viel vor mit der Wirtschaftsförderung: „In der zweiten Jahreshälfte muss ich dort weitermachen, wo ich durch Corona unterbrochen worden bin: bei der Vernetzung und bei der Planung von Anlässen.“

Mani Sokoll ist laut einem Nachruf in der „Badener Zeitung“ in Winterthur aufgewachsen, hat in Olten ihre Schulen absolviert und seit 1989 in Baden gelebt. Sie war beim Circo Furioso tätig, hatte ihre eigene Firma, arbeitete als Radio- und Fernsehmoderatorin, etwa bei Radio Argovia, TV Rüsler und Tele M1. Zudem organisierte sie während eines Jahrzehnts für den Kinounternehmer Peter Sterk das Badener Kino-Open-Air. Sie engagierte sich auch im Gewerbeverein Baden, heute Citycom.

2018 wurde sie Leiterin der Standortförderung Lenzburg-Seetal, ein Jahr später wechselte sie nach Bauma. Vor kurzem wurde sie auch in den Vorstand der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement (SVSM) gewählt.

„Mein Leben war eine intensive, aussergewöhnliche und  bereichernde Reise“, schreibt Mani Sokoll in ihrer Todesanzeige. Dazu wählte sie ein Zitat von Norman Cousins aus: „Der Tod ist nicht der grösste Verlust im Leben. Der grösste Verlust ist das, was in uns stirbt, während wir leben.“

Die Standortförderer Jasmina Ritz, Geschäftsführerin der Limmatstadt AG, und Albert Schweizer von der Stadt Schlieren sprechen von einem Verlust für den ganzen Wirtschaftsraum Aargau und Zürich. Mani Sokoll sei eine „äusserst engagierte und liebevolle Berufskollegin“ gewesen. stk 

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