Standardisierte Schnittstellen sollen Innovation fördern

20. September 2018 13:01

Zürich - Swiss Fintech Innovations hat eine Initiative gestartet, um vereinheitlichte Schnittstellen (APIs) für den Finanzplatz Schweiz zu schaffen. Dies sei nötig, um die Innovation voranzutreiben. Mit an Bord sind vier grosse Softwarehersteller sowie die SIX.

APIs sind Schnittstellen, die etwa Banken benötigen, um digitale Dienstleistungen umzusetzen. Der Verband Swiss Fintech Innovations (SFTI) will erreichen, dass diese APIs in der Schweiz vereinheitlicht werden. Dies soll die Innovation im Fintech-Bereich vorantreiben.

Derzeit nutzen den Angaben der SFTI zufolge rund drei Viertel der Schweizer Banken Software von vier Anbietern. Diese vier Anbieter konnten für die Initiative gewonnen werden. Es handelt sich um Avaloq, Finnova, Temenos und die Hypothekarbank Lenzburg mit ihrem selbst entwickelten Kernbankensystem Finstar. „Die Zeiten der proprietären Insellösungen sind vorbei. Die sich rapide ändernden Anforderungen sind nur gemeinsam mit Banken und Partnerfirmen effizient adressierbar", lässt sich Hendrik Lang, CEO der Finnova, zitieren.

Auch die SIX, die Infrastrukturdienstleisterin des Schweizer Finanzplatzes, ist als SFTI-Mitglied der ersten Stunde mit an Bord. Der Verband hat der SIX seine bisherigen Ergebnisse überreicht und die SIX stellt ihre Spezifikation für Interessierte frei zur Verfügung.

„Ziel dieses Vorgehens ist es sicherzustellen, dass wir dem Schweizer Bankenplatz standardisierte Schnittstellen verfügbar machen“, so Daniel Dahinden, Leiter des Bereichs Innovation und Digital bei der SIX. „Auf dieser Basis können Banken wie Software-Häuser und Finanzdienstleister innovative Lösungen entwickeln und damit nicht nur einen nachhaltigen Kundennutzen stiften, sondern auch den Fintech-Standort Schweiz stärken.“ ssp

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