Stärkere Besteuerung von Kapitaleinkommen verfehlt Mehrheit

15. September 2021 13:06

Zürich - Zwei Wochen vor der Abstimmung vom 26. September spricht sich nur eine Minderheit von 34 Prozent für eine stärkere Besteuerung von Kapitaleinkommen aus. Die Ehe für alle wird hingegen von gut zwei Dritteln unterstützt. Dies geht aus einer Umfrage von Tamedia hervor.

Am 26. September stimmt die Bevölkerung über eine stärkere Besteuerung von Kapitaleinkommen ab. Sehr wahrscheinlich werde die 99-Prozent-Initiative der Jungsozialisten allerdings keine Mehrheit finden, informiert Tamedia in einer Mitteilung zur letzten von drei Abstimmungsumfragen der zur TX-Group gehörenden Mediengruppe. Konkret haben sich ihr zufolge zwei Wochen vor der Abstimmung nur 34 Prozent für die Initiative ausgesprochen. Von 63 Prozent der Befragten wird eine stärkere Besteuerung von Kapitaleinkommen hingegen abgelehnt.

Eine starke Unterstützung der Initiative konnte die Umfrage an der Basis von SP und Grünen ausmachen. Hier sprechen sich 71 beziehungsweise 72 Prozent für eine stärkere Besteuerung von Kapitaleinkommen aus. Als Hauptargumente haben die Befragten dabei die immer weiter aufgehende Vermögensschere zwischen Arm und Reich genannt. An der Basis aller anderen Parteien treffe die Initiative hingegen mehrheitlich auf Ablehnung, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Hier wird eine Beeinträchtigung der Standortattraktivität der Schweiz befürchtet, die „mittelfristig der gesamten Volkswirtschaft schade“.

Die am 26. September ebenfalls zur Abstimmung stehende Vorlage über die Ehe für alle kann sich dagegen auf eine Zustimmung von 67 Prozent stützen. Von 32 Prozent der Befragten wird die institutionelle und rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare abgelehnt. Wie sich bereits in der zweiten Umfrage abgezeichnet habe, seien die Meinungen in dieser Frage gefestigt, schreibt Tamedia. Bis auf die Basis der SVP findet die Vorlage im gesamten Parteienspektrum eine deutliche Mehrheit. hs

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