Städte wollen schneller mehr Erneuerbare

06. Oktober 2022 14:34

Bern - Der Schweizerische Städteverband fordert den beschleunigten Ausbau von Fernwärme, Solarenergie, Wind- und Wasserkraft. Dafür will er mehr politische Anreize. Kompromisse im Landschaftsschutz hält er für unabdingbar. Zu Zugeständnissen bei der Biodiversität ist er nicht bereit.

Der Schweizerische Städteverband mahnt einen raschen und zielgerichteten Ausbau von Fernwärme sowie Solar-, Wind- und Wasserkraft an. Dafür brauche es von der Politik stärkere Anreize, heisst es in einer Medienmitteilung. Mit dieser wenden sich die Städte an die Umwelt- und Energiekommission des Nationalrats (UREK-N). Sie nimmt in der kommenden Woche ihre Beratungen über den Mantelerlass für eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien auf.

Der Städteverband hofft, dass die UREK-N dem Ständerat folgt und ambitionierte Ziele im Energiegesetz festhält, speziell auch für den energieintensiven Winter. Im Gegenzug seien die Städte bereit, Kompromisse beim Landschaftsschutz einzugehen. Zugeständnissen bei der Biodiversität erteilen sie hingegen eine klare Absage.

Grosses Potenzial sieht der Verband bei thermischen Netzen. Er schlägt vor, dass im CO2-Gesetz ein vom Bund gespeister sogenannter Fonds de Roulement geschaffen wird, mit dessen Mitteln Städte, Gemeinde und weitere Akteure deren Ausbau und damit die Dekarbonisierung der Heizungen vorantreiben können.

Kurzfristig stimmt der Städteverband auch einem zeitlich befristeten Weiterbetrieb von gas- oder ölbetriebenen Reservekraftwerken zu. Doch müsse an den Netto-Null-Zielen bis 2050 festgehalten werden. mm

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