Städte sollten in die Höhe wachsen

Weltweit wachsen Städte in einem rasanten Tempo, wodurch die Nachfrage nach urbanen Flächen steigt. Doch während wohlhabende Städte in Nordamerika, Europa und Ostasien in Form von hohen Gebäuden in die Höhe wachsen, verbreitern sich Städte in Schwarzafrika und Südasien. Dadurch könnten dort Krisen entstehen, warnen Forscher des World Resources Institute und der Universität Yale, welche Wachstumsmuster von 499 Städten per Fernerkundung untersucht haben.

In ihrem neuen Bericht Upward and Outward Growth: Managing Urban Expansion for More Equitable Cities in the Global South unterstreichen die Wissenschaftler die Gefahren, die von einem unkontrollierten urbanen Wachstum in die Breite ausgehen. Dazu gehören soziale Ungleichheit in Randgebieten von Städten sowie höhere Kosten für die Städte für Transportdienstleistungen, beispielsweise durch den Strassenbau oder auch Entwässerungsanlagen ausserhalb der Stadtzentren.

Zudem sehen sie gefährliche Auswirkungen für die Umwelt. Die Nachfrage nach urbanen Flächen geht zu Lasten von landwirtschaftlichen Arealen, wodurch die Lebensmittelversorgung gefährdet ist und darüber hinaus die Bedrohung durch klimabedingte Ereignisse wie Überschwemmungen ansteigt. Diese Gefahren wachsen sogar noch, weil das urbane Wachstum in die Breite in Afrika und Südasien unkontrolliert vonstattengeht.

Glücklicherweise unternehmen einige Städte bereits Schritte, um diesen Problemen vorzubeugen. Sie könnten als Beispiel für andere Städte dienen. So werden Entwicklungsprojekte von Städten in Mexiko, Brasilien und Südafrika in Gegenden umgesetzt, die bereits gut erschlossen sind. Städte in Kolumbien, Südkorea und Indien schliessen hingegen Partnerschaften mit öffentlichen Versorgungsunternehmen und privaten Firmen, um das Wachstum in die Höhe zu finanzieren. es