Städte sollen Wandel als Chance nutzen

05. September 2019 12:39

Chur - Städtische Zentren sind mit dem Strukturwandel im Detailhandel konfrontiert. Dieser könne aber auch als Chance genutzt werden, wie Teilnehmer des Schweizerischen Städtetags zeigen. Dafür müssten neue Ansätze entwickelt und erprobt werden.

Der Schweizerische Städtetag in Chur widmete sich in diesem Jahr dem Motto „Strukturwandel mit Potenzial – bringt Leben in die Stadt!“. Rund 220 Delegierte und Gäste des Schweizerischen Städteverbandes haben an der Veranstaltung teilgenommen, wie es in einer Mitteilung heisst. Laut dem Städteverband fordert das Ladensterben Innenstädte heraus: „Die Digitalisierung pflügt die Detailbranche um, die Frankenstärke hat die Situation in der Schweiz weiter verschärft“, so der Verband. Allerdings könne der Strukturwandel auch als Chance genutzt werden, waren sich die Teilnehmer einig.

„Wenn weniger Ladenflächen benötigt werden, kann auch Raum für Neues oder für erwünschten Wohnraum entstehen“, sagte etwa Kurt Fluri, Präsident des Städteverbandes und Stadtpräsident von Solothurn. Dabei gehe es nicht nur darum, die einzelne ungenutzte Fläche betrachten. „Mit Werthaltungen, die sich wandeln, ändert sich heute auch grundsätzlich die Art, wie der öffentliche Raum genutzt wird und wie unsere Städte überhaupt genutzt werden“, erklärte er.

Diskutiert wurde unter anderem auch, wie der öffentliche Raum etwa durch Pop-up Aktionen besser genutzt werden kann. Ein Thema waren auch kluge Kombinationen von privatem und öffentlichem Verkehr.

Einfache Rezepte zur Stärkung der Städte seien zwar nicht vorhanden, aber es gibt zahlreiche Ansätze, die erprobt werden könnten, schreibt der Städteverband. „Überall dort, wo die Städte mit Kreativität und Unkompliziertheit den Veränderungen begegnen, werden neue Modelle gefunden“, so Urs Marti, Stadtpräsident der Gastgeberstadt Chur. ssp

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