Städte können die Energiewende vorantreiben

26. Mai 2021 12:20

London - Städte können bei dem Wandel hin zu einer Zukunft mit wenig CO2 eine wichtige Rolle spielen, indem sie laut eines neuen Berichtes nachhaltige Energieziele anstreben. In dem Bericht werden dafür Beispiele aus der ganzen Welt genannt, von Solar- über geothermische Energie bis hin zu E-Mobilität.

Städte sind für rund 75 Prozent der weltweit genutzten Primärenergie und für 70 Prozent der durch Energie bedingten Treibhausgasemissionen verantwortlich, heisst es in einem Artikel der Plattform Modern Diplomacy. Daher hat die International Renewable Energy Agency (IRENA) in ihrem neuen Bericht Renewable Energy Policies for Cities verschiedene Möglichkeiten dargestellt, durch welche urbane Zentren regionale und nationale Regierungen beim Erreichen nachhaltiger Energieziele unterstützen können.

Die angeführten Beispiele stammen aus der ganzen Welt. So zum Beispiel aus Kasese in Uganda, wo IRENA mit der lokalen Regionalregierung an SolarCityEngine gearbeitet hat. Dabei handelt es sich um eine Online-Applikation, durch welche für Wohnungen, Unternehmen und Regierungen das Potenzial von Dachsolaranlagen für die Energieversorgung berechnet werden kann. Der damit geförderte Wandel von Kerosinlampen hin zu Solarenergie brachte zudem Vorteile bei der Gesundheit und der Kostensenkung im Energiebereich mit sich, wie es in dem Artikel heisst.

Aus Costa Rica wird hingegen ein Beispiel aus der E-Mobilität angebracht. Dank eines leichten Zugangs und kosteneffizienten elektrischen Fortbewegungsmitteln konnte dort die Infrastruktur für E-Mobilität ausgebaut werden. Im chinesischen Zhangjiakou wird Windenergie für die Heizung genutzt, während im serbischen Bogatić geothermale Energie für das Fernwärmenetz eingesetzt wird.

Laut des Artikels dienen diese Beispiele dazu aufzuzeigen, wie wichtig die Beziehungen zwischen lokalen und nationalen Regierungen sowie engagierten Bürgern, Gemeinschaften und Unternehmen sind. Während es für die Menschheit nur begrenzten Bewegungsspielraum gibt, müssten internationale Umweltschützer in die Lage versetzt werden, relevante Massnahmen umzusetzen. em

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