Bild: SBB CFF FFS

Stadler testet mit der SBB Autopiloten

05. Dezember 2017 11:05

Bussnang TG - Stadler Rail testet aktuell mit den SBB ein automatisiertes Assistenzsystem. Der Zug kann dabei selbstständig abbremsen und beschleunigen – überwacht vom Lokführer. So sollen Kapazitäten und Sicherheit im Zugverkehr erhöht werden.

Stadler Rail setzt bei den Tests einen seiner Doppelstockzüge auf der Strecke zwischen Bern und Olten ein, wie es in einer Medienmitteilung von Stadler und SBB heisst. Der Lokführer überwacht im Führerstand das neue Fahrassistenzsystem. Dieses bremst den Zug automatisch ab und beschleunigt ihn auch. Dieses System sei mit einem Autopiloten vergleichbar, heisst es in der Mitteilung. Durch diesen Autopiloten fährt der Zug zusätzlich in einem vorgegebenen Programm für eine energiesparende Fahrweise.

Stadler und SBB sehen in dem Versuch eine Möglichkeit, den bisher schon hohen Automatisierungsgrad im Zugverkehr weiter auszubauen. So seien bereits jetzt 90 Prozent der Stellwerke durch die IT gesteuert. Um noch mehr Potenzial der bestehenden Infrastruktur zu nutzen, soll die Bahntechnik schrittweise weiterentwickelt werden – so auch mit dem Autopiloten. Die Vorteile sind vielfältig, wie beide Unternehmen erläutern: Kapazität und Sicherheit werden gesteigert, der Energieverbrauch optimiert und die Kosten gesenkt.

Um die grösstmögliche Wirkung zu erzielen, muss das System jedoch grenzüberschreitend eingesetzt werden. Die SBB ist daher bereits mit der europäischen Bahnbranche im Austausch. Auch in Zukunft soll der Mensch dabei eine zentrale Rolle spielen. Das Wissen der Mitarbeitenden sei ein Schlüssel bei der Anwendung der neuen Technologie, erklärt die SBB. jh

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