Spezialisten für Geldwäsche diskutieren in Malbun

Liechtenstein ist mit seiner Stabsstelle Financial Intelligence Unit (FIU) seit 2001 Mitglied der Egmont-Gruppe. Die internationale Organisation mit Sitz in Toronto koordiniert die operative Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung weltweit. Ihr gehören heute 155 nationale Stellen an. Der Leiter der Stabsstelle FIU, Daniel Thelesklaf, vertritt 22 nationale europäische FIU im Egmont-Komitee, das die Arbeiten der Gruppe leitet. Das Komitee trifft sich ausserhalb der jährlichen Plenarversammlung und der Arbeitstreffen einmal im Jahr in einem Land eines ihrer Mitglieder. Diesmal fand dieses Treffen in Malbun statt. Wie die Landesverwaltung in einer Mitteilung schreibt, wurde dabei vor allem die Plenarversammlung vorbereitet, die Ende September in Australien stattfindet. 

Die Präsidentin des Komitees, die Niederländerin Hennie Verbeek-Kusters, dankte anlässlich des Treffens Liechtenstein für das grosse Engagement bei der Bekämpfung der Geldwäsche, aber auch beim Aufbau des Egmont Centre of FIU Excellence and Leadership. Dieses Zentrum zur Stärkung der Qualität der Arbeit der nationalen Behörden wird von der britischen Regierung finanziert, die Projektleitung liegt bei der liechtensteinischen Stabsstelle FIU. Regierungschef Adrian Hasler seinerseits konnte das Land als einen gut regulierten und innovativen Finanzplatz präsentieren. 

Liechtenstein hat ein grosses Interesse an einem sicheren und regelbasierten Informationsaustausch zwischen den nationalen Behörden zur Bekämpfung der Geldwäsche. „Dies ist für Liechtenstein von Bedeutung, wir legen hohen Wert auf eine sichere Bearbeitung der Daten“, wird Thelesklaf in der Mitteilung zitiert. stk