Sonne kann Schweizer Strombedarf decken

Photovoltaikanlagen an der Fassade so wie hier an der Sporthalle Europastrasse im württembergischen Tübingen könnten in der Schweiz 17 Terawattstunden Strom liefern. Bild: Björn Appel/Wikimedia Commons

Die Schweiz könnte zumindest theoretisch ihren Strombedarf allein mit Photovoltaikanlagen auf Dächern und Fassaden decken. Wie das Bundesamt für Energie (BFE) in einer Mitteilung schreibt, beträgt das gesamte Potenzial 67 Terawattstunden. Zum Vergleich: 2017 verbrauchte die Schweiz gut 58 Terawattstunden Strom. Das BFE beruft sich dabei auf Daten der Plattformen sonnendach.ch und sonnenfassade.ch, die das Solarpotenzial jeder Immobilie in der Schweiz aufzeigen.

Danach liegt das Potenzial allein der Dächer mit guter Sonneneinstrahlung bei 50 Terawattstunden. Hinzu kommt ein Potenzial der Fassaden von 17 Terawattstunden. Dabei wurden nur Fassaden mit mittlerer bis hervorragender Sonneneinstrahlung berücksichtigt, die einen Mindestabstand zu schützenswerten Ortsbildern aufweisen. Zudem wurde von einer Belegung von 45 bis 60 Prozent der Fläche der Fassaden mit Photovoltaikmodulen ausgegangen.

Die Daten der bisherigen Plattform sonnendach.ch und der neuen Plattform sonnenfassade.ch sind öffentlich zugänglich. Beide Plattformen gehören zum Beratungsangebot von EnergieSchweiz. stk