Solothurner Wirtschaftsbarometer bleibt im Plus

09. Mai 2022 12:39

Solothurn - Das Solothurner Wirtschaftsbarometer zeigt im April gegenüber dem Jahresende 2021 zwar deutlich nach unten, bleibt aber im Plus. Zu einem wichtigen Stabilisator wird das Baugewerbe. Zudem sind die Auftragsbücher vieler Industriebetriebe weiterhin gut gefüllt.

Die erwartete Wirtschaftsdynamik im Kanton Solorthurn wird durch Preissteigerungen, Lieferengpässe und -verzögerungen deutlich ausgebremst. Das zeigt das aktuelle Wirtschaftsbarometer der Solothurner Handelskammer. Entsprechend fiel der Indexwert von 35 am Jahresende 2021 auf 23 im April 2022. Doch werde das Wirtschaftsklima trotz der Preissteigerungen, Lieferengpässe und -verzögerungen durch den Krieg in der Ukraine noch immer eher günstig beurteilt, so die Handelskammer in einer Medienmitteilung.

Positiv stimme, dass die Auftragsbücher vieler Industriebetriebe weiterhin gut gefüllt sind. Zwar habe sich auch der Index für die Industrie zwar gegenüber dem Jahresende 2021 von 45 deutlich auf 19 im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschwächt, bleibe aber „spürbar im Plus“. Als Stabilisator zeige sich das Baugewerbe. Dessen Unternehmen schätzen ihre Lage mit einem aktuellen Index von 34 deutlich optimistischer ein als noch im ersten Quartal. Im Dienstleistungssektor hat sich die Einschätzung im Vergleich zum ersten Quartal hingegen kaum verändert. Dessen Index bleibt bei 23.

Die Beschäftigungslage im Kanton Solothurn trotzt bisher allen Krisen: Vor der Corona-Pandemie lag die Arbeitslosenquote bei 2,3 Prozent, im April 2002 bei 2,4 Prozent. Die Umfrageergebnisse zeigen den Angaben zufolge zudem, dass die Unternehmen im Kanton auch weiterhin nicht planen, den Personalbestand zu senken. mm

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