Solothurn und Thurgau können Steuern senken

10. Februar 2020 13:40

Solothurn/Frauenfeld - Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Kantone Solothurn und Thurgau haben den kantonalen Steuervorlagen zugestimmt. Solothurn kann die Gewinnsteuer auf 15,4 Prozent senken, der Thurgau auf 13,4 Prozent.

Zwei weitere Kantone haben die Steuervorlage 17 auch kantonal unter Dach und Fach gebracht. In Solothurn haben 73 Prozent der Stimmberechtigten der kantonalen Umsetzung zugestimmt, im Thurgau waren es 62,7 Prozent. Die Stimmbeteiligung war in beiden Fällen mit gut 36 Prozent und knapp 35 Prozent relativ gering.

Die beiden Kantone reagieren damit auf die Abschaffung der Steuerbefreiung für privilegierte Gesellschaften, die auf Anfang 2020 in Kraft getreten ist. Sie senken im Gegenzug die Unternehmenssteuern für alle Unternehmen. In Solothurn wird die Gewinnsteuer rückwirkend auf Anfang Jahr von bisher 21 Prozent in drei Schritten auf etwa 15,38 Prozent gesenkt. Im Thurgau sinkt die Gewinnsteuer von bisher 16,4 Prozent auf 13,4 Prozent.

Der Thurgauer Regierungspräsident Jakob Stark begrüsste die Annahme der Steuervorlage als Beitrag zur Stärkung des Wirtschafts- und Lebensraums. „Der Kanton Thurgau hat damit gute Voraussetzungen, um mit einer robusten Position im Mittelfeld der Kantone im Steuerwettbewerb zu bestehen“, wird er in einer Mitteilung der Regierung zitiert.

In Solothurn war eine stärkere Absenkung auf 13 Prozent in einer ersten Volksabstimmung gescheitert. Die Regierung hatte für die zweite Vorlage auch damit geworben, dass die Unternehmen im Kanton Rechtssicherheit brauchten. Sie hatte diesmal alle grösseren Kräfte im Kanton hinter sich. stk

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