SkyCell nimmt 62 Millionen Franken ein

29. April 2020 09:35

Zug - SkyCell hat in einer Finanzierungsrunde 62 Millionen Franken an frischem Kapital eingenommen. Das Start-up hat einen intelligenten Container für den Transport von temperaturempfindlichen Gütern entwickelt. Dieser hilft nun auch in der Corona-Krise.

SkyCell hat sich in einer Finanzierungsrunde 62 Millionen Franken gesichert. Die überzeichnete Runde wurde von MVM Partners angeführt, wie aus einer Mitteilung bei startupticker.ch hervorgeht. Ausserdem gehörten bestehende Investoren wie der Swiss Entrepreneurs Fund sowie der Risikokapitalfonds der Genfer Kantonalbank zu den Geldgebern.

SkyCell hat einen Transportcontainer für temperaturempfindliche Güter wie etwa Medikamente entwickelt. Dieser wiegt dank einer innovativen Kühltechnologie weniger als herkömmliche Container und spart damit CO2 ein. Der Container von SkyCell ist auch intelligent: Er ist mit Sensoren ausgestattet, die mit einer auf der Blockchain-Technologie basierenden Software verknüpft sind. So können Informationen zu Temperatur oder Feuchtigkeit in Echtzeit abgebildet und für alle Beteiligten einsehbar gemacht werden.

Im ersten Quartal 2020 konnte das Start-up seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. Insbesondere in der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie wichtig die Bereitstellung von schnellem und sicherem Transport für wichtige Medikamente sei, heisst es. So hat SkyCell beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft KLM, dem Logistikunternehmen UPS sowie einem amerikanischen Pharmariesen dringend benötigte Pneumokkoken-Impfstoffe von Japan nach Deutschland und in die Niederlande transportiert. Diese Impfstoffe sind einer Mitteilung von SkyCell zufolge hochempfindlich auf Temperaturschwankungen.

Mit dem frischen Kapital will SkyCell nun weiter wachsen. Dabei will sich das Start-up vor allem auf Asien und die USA konzentrieren.

SkyCell wurde 2012 gegründet und hat seinen Sitz in Zug. ssp

Aktuelles im Firmenwiki