Skandia plant strategische Neuausrichtung

Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) hat der Skandia Leben (FL) AG die Versicherungsbestände der Wealth-Assurance AG und der Valorlife Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft übertragen, informiert die FMA in einer Mitteilung. Die Zwangsmassnahme sei „zum erforderlichen und wirksamen Schutz der Versicherteninteressen und der Reputation des Finanzmarktes Liechtenstein“ verfügt worden, schreibt die FMA zur Begründung. Nach Ansicht der Behörde kann das Aktionariat der Wealth-Assurance AG und der Valorlife Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft „keine Gewähr für eine solide und umsichtige Führung der Unternehmen“ bieten. Die Skandia Leben (FL) AG hingegen „wahrt die Versicherteninteressen und stellt die ordnungsgemässe Verwaltung der Versicherungsverträge sicher“.

Die übernommenen beiden Portfolios beinhalteten Private Placement Life Insurance-Policen von rund 3000 Versicherten im Gesamtwert von etwa 3,6 Milliarden Franken, informiert Skandia Leben (FL) in einer eigenen Mitteilung. „Wir nehmen die Umsetzung der FMA-Verfügung umgehend in Angriff und sorgen mit allen involvierten Kooperationspartnern für eine reibungslose Übernahme der Policen“, wird Verwaltungsratspräsident Martin Vogl dort zitiert. „Als spezialisierter Akteur im Bereich von fonds- und anteilgebundenen Lebensversicherungen verfügen wir über die Erfahrung und Expertise, um die zusätzlichen Bestände schnell, effizient und umfassend zu integrieren.“

Das Unternehmen wird die Erweiterung des Portfolios zudem zu einer strategischen Neuausrichtung nutzen. Skandia strebe künftig „im attraktiven Marktsegment der anteilgebundenen Lebensversicherungen eine aktivere Rolle“ an, heisst es dazu in der Mitteilung. Dafür will sich das Unternehmen umbenennen und einen neuen Markenauftritt lancieren. hs