Situation bei Lehrstellen ist weitgehend stabil

12. August 2020 12:02

Bern - Landesweit sind bis Ende Juli knapp 66'000 Lehrverträge unterzeichnet worden. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies trotz der Pandemie nur 1 Prozent weniger. In der Westschweiz und im Tessin ist der Rückstand zwar ausgeprägter, nahm jedoch im Juli etwas ab.

In der Deutschschweiz sind auf dem Lehrstellenmarkt gegenüber 2019 kaum Veränderungen zu erkennen. Bis Ende Juli sind in einzelnen Kantonen sogar mehr Lehrverträge abgeschlossen worden als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt spiegeln die von der Task Force „Perspektive Berufslehre 2020“ eingeholten kantonalen Trendmeldungen eine stabile Lehrstellensituation wider, heisst es in einer Medienmitteilung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). 

Gesamtschweizerisch seien per Ende Juli knapp 66'000 Lehrverträge unterzeichnet worden, 1 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahrs. In der Westschweiz und im Tessin fiel die spätere Rekrutierungsphase mit dem Corona-Lockdown zusammen. Deshalb liege die Anzahl abgeschlossener Lehrverträge in den Kantonen Waadt, Genf und Tessin „immer noch deutlich tiefer“ als der landesweite Durchschnitt. Der Rückstand gegenüber den Monaten April bis Juni konnte jedoch verringert werden. Bis Ende Juli wurden in diesen Kantonen rund 10 Prozent weniger Lehrverträge abgeschlossen als 2019.

Auf dem Portal berufsberatung.ch wiesen die Kantone am 30. Juli für dieses Jahr noch 12'622 offene Lehrstellen aus. Ab sofort schalten die Kantone nach und nach die Lehrstellen für das kommende Jahr auf.

Zur Situation der Lehrabgängerinnen und -abgänger können laut SBFI erst Ende August valide Aussagen gemacht werden. Jedoch zeichne sich ab, dass zahlreiche Betriebe trotz der erschwerten wirtschaftlichen Lage sie weiterbeschäftigen oder neu einstellen. mm

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