Sinkende Mieten bremsen Kaufpreisanstieg

23. Januar 2020 11:43

Zürich - Die Preise von Mehrfamilienhäusern bleiben seit einigen Jahren trotz sinkender Hypothekenzinsen stabil. Die aktuelle Immobilienmarktstudie von UBS führt dies auf steigende Leerstände und sinkende Mieten zurück. Dem Eigenheimmarkt werden hingegen weiter steigende Preise prognostiziert.

„Auch für das laufende Jahr rechnen wir mit einem leichten Anstieg der Eigenheimpreise“, wird Claudio Saputelli, Head Swiss & Global Real Estate von UBS Global Wealth Management, in der Mitteilung zur aktuellen Immobilienmarktstudie UBS Real Estate Focus 2020 zitiert. Er stützt sich dabei auf das laut Mitteilung im Vergleich zum Angebot an Mietwohnungen tiefe Angebot von Eigenheimen. Zudem würden rund 35 Prozent der Eigenheime als Zweitheim erworben oder letztendlich doch vermietet.

Bei den Mehrfamilienhäusern rechnen die Analysten der UBS hingegen mit einer Stagnation der Kaufpreise. Hier verhinderten sinkende Mieten einen Anstieg der Kaufpreise, schätzt die UBS. Preisanstiege verzeichneten „fast ausschliesslich Spitzenlagen“, andernorts dämpften hingegen „steigende Leerstände die Zahlungsbereitschaft der Investoren“.  Die Analysten der Zürcher Grossbank gehen dabei in diesem Jahr von einem weiteren Rückgang der Angebotsmieten um etwa 1 Prozent aus.

Auch der Nachfrage nach Büroflächen sagen die Analysten einen Rückgang voraus. Sie stützen sich dabei auf „schwächere Wirtschaftsaussichten“ und das stark vom Wirtschaftszyklus abhängende Geschäft mit Co-Working-Flächen. Für Zentrumslagen bestehe zudem die Gefahr, dass „der Druck zur Kostenoptimierung im Falle einer deutlichen wirtschaftlichen Abschwächung“, eine Abwanderung in günstigere Agglomerationen nach sich ziehen könnte. hs

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