Singapur veranschaulicht nachhaltige Urbanisierung

23. August 2019 11:55

Singapur - Der asiatische Stadtstaat Singapur ist der Beweis, dass eine integrierte Stadtplanung entscheidend ist, um nachhaltige, attraktive und lebenswerte Städte zu erschaffen. Dies geht aus einem Beitrag von Xiao Wu von der Weltbank hervor.

Xiao Wu arbeitet in den Bereichen Urbanität, ländlicher Raum und Widerstandsfähigkeit für die Weltbank. Sie hat Singapur Ende Juni besucht. Dieser Aufenthalt ist von der Global Plattform for Sustainable Cities (GPSC) mitorganisiert worden und diente der Weiterbildung in Bezug auf die Stärkung der urbanen Nachhaltigkeit und der Art, wie Städte voneinander lernen können.

Ein Blog-Beitrag von ihr ist auf der Internetseite von GPSC veröffentlicht worden. Darin fasst sie die wichtigsten Erfahrungen ihres Aufenthaltes zusammen. Demnach basiert die erfolgreiche Urbanisierung in Singapur auf einem ganzheitlichen Ansatz, der Umweltschutz mit einer Entwicklungsstrategie kombiniert, welche den Menschen in den Mittelpunkt rückt. So nennt sie den Bishan-Ang Mo Kio Park ein innovatives Beispiel für grüne Infrastruktur, welches zahlreiche Vorteile aufweise. Dazu gehören der Schutz vor Überschwemmungen, zusätzliche Bäume und die Förderung eines gesünderen Lebensstils der Bevölkerung. So können Senioren beispielsweise Zeit im Garten in einem dafür vorgesehenen Bereich verbringen.

Zweitens würde Singapur eine Begrünungsinitiative verfolgen, durch welche der Bau von Gebäuden mit vertikalen oder Dachgärten gefördert wird. Laut Xiao Wu führt die Verbindung einer Strategie zur Abkühlung mit der ökologischen urbanen Entwicklung nicht nur dazu, dass der Wärmeinseleffekt abgeschwächt wird. Zudem werden dadurch auch Flächen zur Erholung geschaffen und Touristen angezogen.

Und schliesslich lobt Xiao Wu die Behörde Urban Development Authority (URA) für die Entwicklung einer Datenbank, die Daten von anderen Behörden nutzt. So zum Beispiel über die Bevölkerungsgrösse, die Wohnraumsituation, die Nutzung von Flächen, Infrastruktur, Mobilität und soziale Dienstleistungen. Dadurch werde die Zusammenarbeit zwischen den Behörden gefördert und die Entscheidungsfindung erleichtert. Da die Datenbank öffentlich zugänglich ist, wird auch die Bürgerbeteiligung unterstützt.

Nach Meinung von Xiao Wu können viele der in Singapur realisierten Lösungen sofort übernommen werden, um Entwicklungsländern dabei zu helfen, einen Weg in eine inklusive, widerstandsfähige und nachhaltige Zukunft zu bereiten. es

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