Sika-Erben halten am Verkauf an Saint-Gobain fest

16. Februar 2018 13:47

Baar ZG - Der Rechtsstreit um die Übernahme der Sika-Kontrollmehrheit wird wahrscheinlich erst im nächsten Jahr abgeschlossen sein. Die Sika-Erben halten am Verkauf an Saint-Gobain fest. Die Modalitäten sollen jedoch neu verhandelt werden.

„Wir werden einen neuen Vertrag mit Saint-Gobain aufsetzen“, wird Urs Schenker, Anwalt der Sika-Erbenfamilie, in einem Bericht des „Tages-Anzeigers“ zitiert.  Die Familie Burkhard sei nach wie vor „fest davon überzeugt, dass der französische Baukonzern der ideale industrielle Partner für Sika sei“. 

Der in Courbevoie ansässige, vor allem im Baustoffhandel aktive Industriekonzern hatte mit den Sika-Erben bereits vor drei Jahren einen Vertrag über die Übernahme des Aktienpakets der Familie abgeschlossen. Der Verkauf der Kontrollmehrheit war vom Verwaltungsrat des Zuger Baustoffkonzerns jedoch blockiert worden. Vom Kantonsgericht Zug wurde eine Klage dagegen abschlägig beurteilt. 

Derzeit liegt der Fall vor dem Obergericht. Mit einem endgültig rechtskräftigen Urteil wird erst im nächsten Jahr gerechnet. Der Vertrag zwischen der Erbenfamilie und Saint-Gobain verliert jedoch schon vorher seine Gültigkeit. 

Auch der vor drei Jahren vertraglich vereinbarte Kaufpreis von 2,75 Milliarden Franken hat im Zuge der Wertsteigerung der Sika-Aktie seine Attraktivität verloren. Deswegen wollen die Erben „mit Saint-Gobain neu verhandeln und die Konditionen anpassen“, erklärte Schenker gegenüber der Zeitung. Der designierte Käufer wollte sich dem Bericht zufolge dazu derzeit nicht äussern. hs

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