SIG erkundet Erdwärme in Frankreich

Die Genfer Stadtwerke SIG starten die nächste Stufe ihrer Erkundung der Erdwärme in mittlerer Tiefe. Wie sie in einer Mitteilung schreiben, werden sie ab dem 22. Oktober den Untergrund in der Region Avusy untersuchen. Damit dehnen sie die Suche nach Erdwärme erstmals auf die französische Region Genevois aus. Die Untersuchung des Untergrundes erstreckt sich damit im Kanton Genf und im angrenzenden Frankreich auf eine Länge von 125 Kilometern. „Es handelt sich um eine koordinierte Aktion zur Erhebung von grenzüberschreitenden Daten mit dem Ziel, die Geothermie zu entwickeln“, wird Pierre-Jean Crastes in der Mitteilung zitiert, der Präsident des Verbandes der Gemeinden des Genevois.

Die SIG wird die Ergebnisse der bisherigen Erkundung in der Gemeinde Satigny GE am Samstag der Öffentlichkeit vorstellen. In Satigny konnten 50 Liter Wasser pro Sekunde mit einer Wärme von 33 Grad Celsius an die Oberfläche gebracht werden. Das wäre genug, um mit einer Wärmeenergie von 20 bis 30 Gigawattstunden pro Jahr 2000 bis 3000 Haushalte zu versorgen. Diese Ergebnisse seien zufriedenstellend, wird der Genfer Staatsrat Antonio Hodgers in der Mitteilung zitiert. „Sie erlauben uns optimistisch zu sein, dass wir unser Ziel erreichen: den Kanton bis 2035 zu 20 Prozent mit Erdwärme zu heizen.“ stk