Siemens lagert Energiesparte aus

08. Mai 2019 15:07

München/Zürich - Siemens will seinen Geschäftsbereich Gas and Power an die Börse bringen. Die Abspaltung der Energiesparte ist Bestandteil der Strategie Vision 2020+. Mit ihr will der Konzern sich auf dynamische Wachstumsmärkte konzentrieren und seine Effizienz steigern.

Der Aufsichtsrat des Konzerns habe „den nächsten Schritten der Unternehmensstrategie Vision 2020+, inklusive dem Spin-off von Siemens Gas and Power (GP)“ bereits zugestimmt, informiert Siemens in einer Mitteilung. Der Konzern will seine Energiesparte als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen. Auch der Mehrheitsanteil von 59 Prozent an dem Geschäft mit erneuerbaren Energien, Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE), soll in das neue Unternehmen eingebracht werden. „Damit entsteht ein einzigartig ganzheitlich aufgestellter Spezialist im Energie- und Elektrizitätssektor, der wie kein anderer Wettbewerber die gesamte Bandbreite im Energiemarkt abbildet“, wird Siemens-CEO Joe Kaeser in der Mitteilung zitiert. Ein anfänglich vom Konzern gehaltener Minderheitsanteil von etwas unter 50 Prozent soll im weiteren Verlauf an die Grenze der Sperrminorität verringert werden.

Im Rahmen von Vision 2020+ soll Siemens sich künftig auf die Bereiche Digital Industries (DI) und Smart Infrastructure (SI) konzentrieren. Auch die im Zuge der gescheiterten Fusionspläne mit Alstom gegründete Einheit Siemens Mobility soll laut Mitteilung „als Wachstumsgeschäft weiter gestärkt werden“. Zudem plant der Konzern eine Steigerung der Kosteneffizienz „quer durch alle Bereiche“. „Die Siemens-Geschäfte der nächsten Generation werden andere Erfolgsmerkmale haben“, erläutert Kaeser in der Mitteilung. „An die Stelle von Breite, Grösse und Gleichschritt treten Fokus, Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit.“ hs

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