Shoppi Tivoli will Einkaufen zum Vergnügen machen

20. Juli 2021 15:06

Spreitenbach AG - Das Shoppi Tivoli kann sich nach Ansicht des Centerleiters Patrick Stäuble als Lifestylecenter gegenüber dem zunehmenden Online-Handel behaupten. Dazu gehörten neben den neuesten Markenartikeln auch Freizeitangebote, so Stäuble in einem Mediengespräch.

Das Einkaufszentrum Shoppi Tivoli in Spreitenbach soll als Lifestylecenter vermarktet werden. Das sei im Corona-Jahr 2020 nicht einfach gewesen, erklärt Patrick Stäuble, CEO der Shoppi Tivoli Management AG, im Interview mit dem deutschen Magazin „Wirtschaftsforum“. Der Ansatz, dass Einkaufen im Shoppi Tivoli zugleich Freizeitvergnügen und Erlebnis sein solle, habe sich schwer realisieren lassen, da man zwei Monate ganz schliessen musste. Nur 15 der 150 Verkaufsstände seien geöffnet geblieben. Dennoch sei man im Vergleich zu vielen anderen relativ gut durch die Pandemie gekommen, wird Patrick Stäuble zitiert.

Aktuell gehe es darum, das Einkaufscenter so aufzustellen, dass es trotz weiter wachsenden Online-Handels wettbewerbsfähig bleibe. Stäuble: „Wir gehen davon aus, dass 25 bis 30 Prozent der Retailfläche in der Schweiz verloren gehen werden.“ Denn das Home Office werde ein neuer Standard wie auch das Bestellen vom Sofa aus. Dabei sieht Stäuble eine verstärkte Nachfrage nach grossen Einkaufszentren. Die müssten dann aber auch „immer die neuesten Brands und Services bieten und sich noch stärker mit Freizeitthemen wie Kino, Cart- oder Bowlingbahn beschäftigen müssen“, wird der Manager zitiert. Freizeit und Shopping gehörten zusammen. „Deshalb müssen wir die Öffnungszeiten zum Beispiel einem veränderten Freizeitverhalten anpassen“, so Stäuble. „Wir wollen das Lifestylecenter sein, von dem der Kunde weiss, dass er die neuesten Brands findet und Einkaufen zum puren Erlebnis wird.“

Wichtig sei auch eine gute Verkehrsanbindung, ausreichend Parkplätze und eine Sortimentserweiterung, die auch Online-Kanäle beinhalte, wird Stäuble weiter zitiert. Mit 4000 Parkplätzen, direkter Anbindung an die Autobahn und in Kürze auch die Limmattalbahn sowie Eigentümern der Ladengeschäfte mit soliden finanziellen Mitteln und einem guten Management direkt vor Ort sei das Shoppi Tivoli hervorragend aufgestellt.

In dem Artikel wird auf die Geschichte des Shoppi Tivoli seit der Gründung 1970 eingegangen, als eine sogenannte Mall nach amerikanischem Vorbild noch ein aussergewöhnliches Konzept gewesen sei. Heute sei das Shoppi Tivoli das grösste Einkaufszentrum der Schweiz mit 80'000 Quadratmetern Verkaufsfläche, 150 verschiedenen Brands, 1400 Mitarbeitern und 120 Ausbildungsplätzen sowie einem  Umsatz von 406 Millionen Franken im Jahr 2019. gba 

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