Selbstbestimmungsinitiative traf auf breite Ablehnung

27. November 2018 13:12

Zürich - Die Selbstbestimmungsinitiative der SVP konnten nur an der eigenen Parteibasis punkten. Wähler aller anderen Parteien lehnten sie mit hoher Mehrheit ab. Auch Stadt und Land waren sich bei der Zurückweisung einig. Dies ergab die Nachwahlumfrage von Tamedia.

Am Ende hätten nur noch 18 Prozent der FDP-Wähler ein Ja für die Selbstbestimmungsinitiative (SBI) in die Urne gelegt, informiert Tamedia in der Mitteilung zur Nachbefragung der Mediengruppe. Die Ablehnung an der Basis von Parteien links der Liberalen sei sogar noch deutlicher ausgefallen, heisst es dort weiter. Nur die Wähler der SVP hatten zu 83 Prozent für die SBI gestimmt.

Die allgemeine Ablehnung erstreckte sich dabei über alle Landesbereiche. In den Städten hatten 70 Prozent mit Nein gestimmt, aber auch auf dem Land und in den Agglomerationen war die Ablehnung mit 64 beziehungsweise 66 Prozent vergleichbar hoch. Nur relativ zum Bildungsgrad machen die Analysten von Tamedia relevante Unterschiede aus. So wurde die SBI von Absolventen einer Universität oder Fachhochschule mit 83 Prozent stärker abgelehnt als unter Berufslehreabsolventen mit 60 Prozent.

Die ebenfalls durchgefallene Hornkuh-Initiative traf auf dem Land nur auf 39 Prozent Zustimmung. In den Städten, wo Kühe und Ziegen eher nicht zum Alltag gehören, sprachen sich immerhin 51 Prozent für das Begehren von Bergbauer Armin Capaul aus. Nach Parteien betrachtet fand die Initiative nur bei den Anhängern der Grünen eine Mehrheit.

Die beim Referendum am 25. November angenommene gesetzliche Grundlage zur Überwachung von Sozialversicherten fiel hingegen einzig an der Basis von Grünen und SP durch. Die Wähler aller anderen Parteien legten mehrheitlich ein Ja in die Urne. hs

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