SECO will Nutzung von Freihandelsabkommen erleichtern

07. November 2022 14:08

Bern/Zürich - Insgesamt 94 Prozent der exportierenden Unternehmen in der Schweiz nutzen die Vorteile von Freihandelsabkommen. Das ergibt eine Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO). Firmen, die wegen des administrativen Aufwands oder fehlenden Wissens darauf verzichten, will es künftig unter die Arme greifen.

Aus einer Umfrage des SECO ergibt sich, dass Freihandelsabkommen (FHA) für die Schweizer Exportwirtschaft sehr wichtig sind. Dank dieser können Unternehmen von Einsparungen beim Zoll profitieren und ihre Güter im Zielland günstiger anbieten. Das fördert ihre Wettbewerbsfähigkeit. Ausserdem fordern ausländische Kunden häufig einen sogenannten präferenziellen Ursprungsnachweis. 

Insgesamt 303 der 418 befragten Firmen nutzen FHA immer, 45 manchmal. Das macht zusammen 94 Prozent aller Exporteure aus. Gründe für die Nichtnutzung sind, dass ein Produkt die Ursprungsregeln nicht erfüllt oder Güter auch ohne FHA zollfrei eingeführt werden können. Doch sei die Nutzung von FHA auch mit einem gewissen Aufwand verbunden. 55 Firmen gaben an, dass der administrative Aufwand zu gross sei. 30 fehlte das entsprechende Wissen.

Diesen Praxisproblemen will das SECO künftig entgegenwirken und prüfen, wie die Nutzung von FHA erleichtert und verbessert werden kann. Der Dachverband der Schweizer Wirtschaft economiesuisse begrüsst das. Laut seiner Medienmitteilung sieht die Wirtschaft aber noch weitere wichtige Instrumente, um Handelshemmnisse abzubauen. Der Verband nennt hier die rasche Umsetzung des Abbaus von Industriezöllen, die Digitalisierung, die Vereinfachung der Zollprozesse und den Abschluss weiterer Freihandelsabkommen. mm

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