Scuol erhält Lawinenwarnsystem

29. Juni 2020 14:03

Scuol/Davos GR - Der Kanton Graubünden hat grünes Licht für den Neubau einer Messstation zur Früherkennung von Lawinengefahren in Scuol gegeben. Sie wird Bestandteil des kantonalen Mess- und Informationssystems. Das Davoser Institut für Schnee- und Lawinenforschung koordiniert und überwacht es.

Die Gemeinde Scuol bekommt eine neue Messstation zur Früherkennung von Lawinengefahren. Die Regierung von Graubünden teilte am Montag mit, dass sie den Weg dafür frei gemacht hat. Zudem sichert sie der Gemeinde laut einer Medienmitteilung einen Kantonsbeitrag von maximal rund 204'000 Franken zu. 

Die Messstation wird Bestandteil des Interkantonalen Mess- und Informationssystems (IMIS). Es wird durch das in Davos ansässige Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) koordiniert und überwacht. Es ist Teil der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und gehört damit zur Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).

Mit dem Betrieb einer neuen IMIS-Station im Raum Lais da Trigl können die heute bestehenden Kenntnislücken im Gebiet zwischen der Ofenpassstrasse und dem nördlichen Unterengadin geschlossen und die Qualität der Grundlagendaten für Lagebeurteilungen deutlich erhöht werden.

Das bekannteste Produkt des SLF ist das nationale und regionale Lawinenbulletin. Es stützt sich auf Daten, die durch solche Messeinrichtungen erhoben werden. Zudem werden diese Daten für lokale Lawinenwarnungen verwendet. Sie bilden vor allem für die Gemeinden, die Rhätische Bahn (RhB), das Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) und das Tiefbauamt (TBA) wichtige Entscheidungsgrundlagen. mm

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