scienceindustries stützt CO2-Gesetz

14. April 2021 09:56

Zürich - Der Schweizer Wirtschaftsverband für die Sektoren Chemie, Pharma und Life Sciences, scienceindustries, stellt sich ausdrücklich hinter das Netto-Null-Ziel 2050 des Bundes und das CO2-Gesetz. In einem Positionspapier betont er die aktive Rolle seiner Mitglieder beim Klimaschutz.

In seinem jetzt verabschiedeten Positionspapier „Proaktiver und effektiver Klimaschutz in den Chemie-, Pharma- und Life Sciences Industrien“ macht der Verband scienceindustries deutlich, dass er hinter den Klimazielen des Bundes steht. Das am 13. Juni zur Abstimmung anstehende Referendum gegen das neue CO2-Gesetz lehnt der Verband ab. Stattdessen betont er die Wichtigkeit der im CO2-Gesetz vorgesehenen Instrumente. Sie stellten das Grundgerüst der Klimaschutzaktivitäten seiner Unternehmen dar. 

Gleichzeitig fordert scienceindustries Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen. So solle etwa der Bau der Infrastruktur für den Transport von abgeschiedenem CO2 geprüft werden. Zudem bedürfe es mehr Strom aus CO2-neutralen Quellen. Dafür müsse der Strommarkt vollständig geöffnet und ein Stromabkommen mit der EU geschlossen werden. Auch solle Erdgas durch Wasserstoff und Biogas ersetzt werden. Letzteres solle im Emissionshandel angerechnet werden können. Vor allem grosse Emittenten benötigten langfristige Planungssicherheit und gleichwertige klimapolitische Rahmenbedingungen wie deren europäische Konkurrenten.

Wie scienceindustries betont, leisteten seine Mitglieder bereits seit Jahren „einen signifikanten Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen“. Sie optimierten Prozesse oder seien selbst Anbieter klimafreundlicher Lösungen. Seit 2013 hätten sie bereits 80'000 Tonnen CO2 und damit Energiekosten in Höhe von 40 Millionen Franken eingespart.

Seinen Mitgliedern empfiehlt der Verband, bei Komfort- und Prozesswärme fossile Energieträger zu substituieren. Bei den Produktionsprozessen solle langfristig etwa der Ersatz chemischer Synthesen durch energie- und ressourcensparende biotechnologische Prozesse in Erwägung gezogen werden. mm

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