Scienceindustries sieht Nachholbedarf bei Digitalisierung

12. November 2021 14:47

Zürich - Die Schweiz hat aus der Sicht von scienceindustries Aufholpotenzial bei der Digitalisierung. Der Branchenverband fordert zukunftsgerichtete Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zur gezielten Auswertung von Gesundheitsdaten. Er wehrt sich zudem gegen Technologieverbote.

Am diesjährigen Jahresanlass von scienceindustries wurde der aktuelle „Global Industry Competitiveness Index“ von BAK Economics vorgestellt, informiert der Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Science in einer Mitteilung. Hier wird die Schweizer Chemie- und Pharmaindustrie unter den weltweit grössten und produktivsten Standorten geführt. Gleichzeitig weist der Report auf Nachholbedarf bei der Digitalisierung hin.

„Für eine effektive Nutzung von digitalen Ansätzen wie der Künstlichen Intelligenz“ fehle es dem Land „noch an einer geeigneten digitalen Infrastruktur“, heisst es in der Mitteilung. „Die Digitalisierung wird eine zunehmend wichtige Rolle in den globalen Forschungsaktivitäten der Schweizer Pharma- und Biotechunternehmen einnehmen“, wird Michael Grass dort zitiert. Für das Geschäftsleitungsmitglied von BAK Economic besteht insbesondere „bei der Verfügbarkeit und Auswertung der Gesundheitsdaten und den politischen Rahmenbedingungen“ Handlungsbedarf.

Auch Christoph Franz, Präsident des Verwaltungsrates von Roche, hält „zukunftsgerichtete Rahmenbedingungen“ und die „gezielte Auswertung der Gesundheitsdaten“ für unabdingbar, wenn die Schweiz weiterhin ein führender Wirtschaftsstandort bleiben will.

Matthias Leuenberger sprach sich in seinem Beitrag gegen Technologieverbote aus. „Gerade auch die extreme Tier- und Menschenversuchsverbotsinitiative, die faktisch zu einem Forschungsverbot in der Schweiz führen würde, ist deshalb im kommenden Jahr entschieden abzulehnen“, meint der Präsident von scienceindustries. hs

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