Schwimmende Windräder treiben Förderplattformen

01. November 2019 15:31

Bergen - Siemens Gamesa wird vor der norwegischen Küste den bisher grössten schwimmenden Windpark der Welt errichten. Die elf Windräder sollen Öl- und Gasförderplattformen des Förderunternehmens Equinor mit Strom versorgen. 

Die Windenergie lernt schwimmen. Der Windpark Hywind Tampen vor der norwegischen Küste soll mit elf Windrädern eine Kapazität von 88 Megawatt aufweisen und ab 2022 Öl- und Gasförderplattformen von Equinor mit Strom versorgen. Equinor hat den spanisch-deutschen Hersteller Siemens Gamesa mit der Lieferung der Turbinen beauftragt. Das norwegische Förderunternehmen hat dafür bisher Gasturbinen eingesetzt. Der Windpark wird den Strombedarf etwa zu 35 Prozent decken können. Der teilweise Wechsel auf Windstrom soll den CO2-Ausstoss um 200.000 Tonnen pro Jahr senken. 

Hywind Tampen liegt laut einer Mitteilung von Siemens Gamesa rund 140 Kilometer von der Küste entfernt. Das Meer weist hier eine Tiefe von 260 bis 300 Metern auf. Die Windräder sollen mit Ballast stabilisiert und mit Seilen am Boden verankert werden. Siemens Gamesa sei erfreut über den Auftrag zu diesem bahnbrechenden Projekt, wird sein CEO Andreas Nauen in einer Mitteilung seines Unternehmens zitiert. „Dank unserer starken Zusammenarbeit und unserem gemeinsamen Fokus auf Innovation stehen wir jetzt an vorderster Front bei der Entwicklung dieser Technologie und bei der Nutzung des riesigen Potenzials der schwimmenden Windkraft.“

Equinor und Siemens Gamesa haben bereits 2009 vor der norwegischen Küste die weltweit erste grosse schwimmende Windturbine installiert. 2017 folgte Hywind Scotland, der mit einer Kapazität von 30 Megawatt bisher grösste schwimmende Windpark der Welt. stk 

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