Schwierigkeiten in der Beschaffung bremsen Wirtschaftsdynamik

01. November 2021 13:09

Zürich - Schwierigkeiten in den Lieferketten bremsen die wirtschaftliche Dynamik bei Industrie und Dienstleistungen aus. Beide Sektoren befinden sich jedoch weiterhin auf Wachstumskurs. Der Personalbestand wird trotzdem nur verhalten ausgebaut.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in  Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie hat Ende Oktober auf dem Stand von 65,4 Zählern notiert. Gegenüber September ist der Index damit um 2,7 Punkte gefallen, erläutern die Analysten. Er liegt aber weiterhin deutlich in der bei 50 Punkten beginnenden Wachstumszone.

Für den Rückgang im Monatsvergleich sind nach Ansicht der Analysten steigende Einkaufspreise und längere Lieferfristen bei der Beschaffung verantwortlich. Die Unternehmen reagierten mit der Aufstockung ihrer Lagerbestände. Auffallend sei zudem, dass trotz sehr guter Auslastung und verbreiteter Knappheit der Personalbestand vergleichsweise verhalten ausgebaut werde, heisst es im PMI.

Der PMI im Dienstleistungssektor fiel im Oktober ebenfalls um 2,7 Punkte hinter seinen Wert vom September zurück. Mit einem Stand von 59,4 Zählern liegt aber auch der Index im Dienstleistungssektor weiterhin deutlich innerhalb der Wachstumszone. Der seit Februar dieses Jahres beobachtete positive Trend setze sich somit fort, allerdings verlangsamt, schreiben die Analysten. Sie haben zudem analog zum Industriesektor auch bei den Dienstleistungen steigende Einkaufspreise beobachtet. hs

Mehr zu Credit Suisse

Aktuelles im Firmenwiki