Schwellenländer generieren mehr Wirtschaftsleistung

13. November 2018 07:55

Zürich - Die Wirtschaftsleistung der asiatischen Schwellenländer könnte bis 2050 auf einen Anteil von 55 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung steigen. Das hat die Credit Suisse in einer Studie ermittelt. Sie sieht viele Länder auf dem Weg zu einem ausgewogeneren Wachstumsmodell.

In der Studie „Asia in Transition“ nimmt die Credit Suisse die wichtigsten wirtschaftlichen, sozialen, technologischen und politischen Entwicklungen der asiatischen Schwellenländer unter die Lupe, erläutert die Zürcher Grossbank in einer Mitteilung zur Studie. Sie geht davon aus, dass der Anteil der Region an der Weltwirtschaftsleistung bis 2050 auf 55 Prozent ansteigt. Grundlage dafür sei „eine Verlagerung des Fokus der Wirtschaftstätigkeit in der gesamten Region“.

Konkret erwarten die Analysten, dass sich die asiatischen Volkswirtschaften mit gehobenen und mittleren Einkommen von Industrie- zu Dienstleistungsgesellschaften entwickeln. Die inländischen Ersparnisse kämen in diesem Zusammenhang zunehmend dem Konsum zugute und fungierten so als Wachstumsmotor. Bei den Exporten rechnen die Analysten mit einer Verlagerung „des dominanten Exportanteils Chinas“ hin zu Ländern „wie Vietnam und Bangladesch“.

Die von der Studie beobachteten Veränderungen in den Volkswirtschaften der Region wiesen „immenses Potenzial für Wachstum und Entwicklung auf, insbesondere aufgrund der Umschichtung hin zu einem nachhaltigeren Modell der Wirtschaftsleistung und der damit verbundenen technologischen Fortschritte“, wird Alexander Redman, Leiter Global Emerging Market Equity Strategy bei der Credit Suisse, in der Mitteilung zitiert. „Herausforderungen, die sich durch Veränderungen der geopolitischen und demografischen Zusammensetzung der Region ergeben, bleiben bestehen, werden aber durch Belege einer sich verbessernden wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit kompensiert.“ hs

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