Schweizer Vorsorgesystem behält negative Dynamik

21. Dezember 2016 14:15

Zürich - Der Immobilienmarkt und die Alterung der Gesellschaft sind Gründe für die negative Dynamik des Schweizer Vorsorgesystems im zweiten und dritten Quartal. Das geht aus dem neuen Vorsorgeindex der UBS hervor.

Nach Meinung der UBS sind tiefgründige Reformen des Schweizer Vorsorgesysteme unumgänglich. Sie sieht in der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ein Finanzierungsloch von 1000 Milliarden Franken, wie sie in einer Medienmitteilung erklärt. Im zweiten und dritten Quartal sei der UBS-Vorsorgeindex im Minus verblieben. Die UBS begründet dies mit einem abflauenden Immobilienmarkt und der beschleunigten Alterung der Gesellschaft. Für das dritte Quartal geht die UBS zudem von einer geringeren Nettoeinwanderung aus.

Die Vorsorgewerke hätten allerdings positive Anlagerenditen verzeichnet. Die UBS weist jedoch darauf hin, dass diese durch sinkende Renditen in Folge des Brexit-Votums gefördert wurden und somit nur durch ein „stark deflationäres Szenario mit weiter sinkenden Renditen“ wiederholt werden können.

Die UBS legt ihren Vorsorgeindex vierteljährlich vor. Die vier Subindizes Wirtschaftsentwicklung, Demographie, Finanzen und Reformen spiegeln dabei die wichtigsten Faktoren für die Stabilität des Vorsorgesystems wider. jh

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