Schweizer Unternehmen sind Forschungsweltmeister

16. August 2018 12:28

Zürich - Schweizer Unternehmen investieren im weltweiten Vergleich den höchsten Prozentsatz vom Umsatz in Forschung und Entwicklung, hat EY ermittelt. Insbesondere Pharmaunternehmen haben dabei die Nase vorn. Die Liste der 500 grössten Investoren weltweit enthält elf Schweizer Namen.

Weltweit steigerten die Grosskonzerne im vergangenen Jahr ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E), schreibt EY in einer Mitteilung. Das Beratungsunternehmen hat weltweit die 500 börsennotierten Unternehmen mit den grössten F&E-Budgets unter die Lupe genommen. Sie haben ihre F&E-Investitionen 2017 gegenüber 2016 um 6 Prozent auf insgesamt 532 Milliarden Euro gesteigert. 

Gemessen am durchschnittlichen Anteil vom Umsatz, der für F&E-Investitionen aufgewendet wird, sind Schweizer Unternehmen dabei Weltmeister. Ihr durchschnittlicher F&E-Anteil am Umsatz betrug 2017 rund 6,6 Prozent. Schweizer Unternehmen führen die Bestenliste damit vor ihren Konkurrenten in den USA, Schweden, Deutschland, Grossbritannien, Taiwan, Japan, Frankreich, China und Südkorea an. 

In der weltweiten Liste der 500 grössten F&E-Investoren finden sich insgesamt elf Schweizer Namen. Es führt Roche auf dem achten, gefolgt von Novartis auf dem zwölften Platz. Nestlé belegt Rang 89. ABB, STMicroelectronics, TE Connectivity, Swisscom, Swatch, Schindler, LafargeHolcim und Compagnie Financière Richemont folgen auf Plätzen zwischen 113 und 380. 

Insgesamt wendeten die elf Schweizer Konzerne im vergangenen Jahr 23 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung auf. Davon entfielen 10,2 Milliarden beziehungsweise 8 Milliarden Euro auf die beiden Basler Pharmariesen Roche und Novartis. Auch weltweit weisen Pharmakonzerne im Branchenvergleich die höchsten F&E-Quoten aus. 

„Diese hohen F&E-Investitionen der Pharmaunternehmen lassen sich zwar durch die hohen Ausgaben für die Entwicklung neuer Medikamente erklären“, wird Paolo Prisco, EY Managing Partner Life Sciences in Switzerland, in der Mitteilung zitiert. „Sie zeigen aber auch, dass die Pharmabranche wohl der Wirtschaftssektor schlechthin ist, der deutlich erkannt hat, dass man ohne Innovationen keine grossen Würfe erwarten darf.“ hs

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